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Blutdruck-Werte-Tabelle nach Alter: Was normal ist und wann Sie handeln sollten

Lina Heimann
Veröffentlicht am:
03.06.2026
Inhaltsverzeichnis

„120 zu 80 – das ist doch normal, oder?" So einfach ist es leider nicht. Ob ein Blutdruckwert gut oder besorgniserregend ist, hängt vom Alter, von Vorerkrankungen und davon ab, wo und wie gemessen wurde. Ein Wert von 140/85 mmHg kann bei einem 75-Jährigen akzeptabel sein, bei einem 40-Jährigen aber bereits als behandlungsbedürftig gelten.

In diesem Artikel finden Sie die aktuelle Blutdruck-Werte-Tabelle nach den europäischen Leitlinien (ESH 2023 / ESC 2024), eine Übersicht der Normalwerte nach Altersgruppe, einen interaktiven Selbstcheck – und praktische Tipps, was Sie bei erhöhten Werten tun können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Optimal: unter 120/80 mmHg – der ideale Wert für die meisten Erwachsenen
  • Bluthochdruck: ab 140/90 mmHg (Praxismessung) bzw. 135/85 mmHg (Heimmessung)
  • Im Alter: Leicht erhöhte systolische Werte (140–150) können bei über 65-Jährigen akzeptabel sein
  • Entscheidend: Nicht eine einzelne Messung, sondern der Durchschnitt mehrerer Messungen über Tage
  • Bluthochdruck verläuft still – regelmäßiges Messen ist der beste Schutz

Die Blutdruck-Werte-Tabelle (ESH / ESC Leitlinien)

KategorieSystolisch (mmHg)Diastolisch (mmHg)Bewertung
Optimalunter 120unter 80✓ Ideal
Normal120 – 12980 – 84✓ In Ordnung
Hochnormal130 – 13985 – 89⚠ Beobachten
Hypertonie Grad 1140 – 15990 – 99⚠ Arzt aufsuchen
Hypertonie Grad 2160 – 179100 – 109⚠ Behandlung nötig
Hypertonie Grad 3ab 180ab 110🚨 Sofort handeln
Niedrig (Hypotonie)unter 100unter 60Nur bei Symptomen relevant

Wichtig: Wenn systolischer und diastolischer Wert in unterschiedliche Kategorien fallen, gilt immer die höhere Kategorie. Ein Wert von 145/82 mmHg ist also Hypertonie Grad 1 (wegen des systolischen Werts), obwohl der diastolische Wert normal ist.

Selbstcheck: Wie gut ist Ihr Blutdruck?

Geben Sie Ihre Werte ein und erhalten Sie eine sofortige Einschätzung:

Dieser Check ersetzt keine ärztliche Diagnose. Besprechen Sie auffällige Werte immer mit Ihrem Arzt. Maßgeblich ist der Durchschnitt mehrerer Messungen.

Normalwerte nach Alter

Der Blutdruck steigt mit dem Alter tendenziell an – vor allem der systolische (obere) Wert. Der diastolische (untere) Wert bleibt stabil oder sinkt sogar leicht. Das liegt daran, dass die Arterien im Alter steifer werden. Die folgenden Durchschnittswerte dienen als Orientierung:

AlterØ SystolischØ DiastolischZielwert laut Leitlinie
20–29 Jahre~120~79unter 130/80
30–39 Jahre~123~81unter 130/80
40–49 Jahre~129~84unter 130/80
50–59 Jahre~135~86unter 140/80
60–69 Jahre~140~85unter 140/80
70–79 Jahre~145~82unter 140/80 (wenn verträglich)
80+ Jahre~150~80140–150 systolisch akzeptabel

💡 Durchschnitt ≠ Zielwert

Die Durchschnittswerte zeigen, was in einer Altersgruppe typisch ist – nicht, was optimal wäre. Auch bei über 70-Jährigen empfehlen die Leitlinien einen systolischen Wert unter 140 mmHg, wenn er ohne starke Nebenwirkungen erreichbar ist.

Richtig messen: So geht es

Falsch gemessen ist falsch bewertet. Damit Ihre Werte aussagekräftig sind, sollten Sie diese Regeln beachten:

  1. 1Ruhe vor der Messung: Mindestens 5 Minuten entspannt sitzen, nicht sprechen, Beine nicht überkreuzen.
  2. 2Oberarm-Gerät verwenden: Oberarm-Messgeräte sind genauer als Handgelenk-Geräte. Die Manschette auf Herzhöhe positionieren.
  3. 3Zwei Messungen, 1 Minute Abstand: Notieren Sie den Durchschnitt beider Messungen. Die erste Messung ist oft höher (Aufregung).
  4. 4Morgens und abends messen: Immer zur gleichen Zeit, vor der Medikamenteneinnahme, über mindestens 3–7 Tage. Der Arzt braucht den Durchschnitt.
  5. 5Werte notieren: Blutdruck-Tagebuch führen (Datum, Uhrzeit, systolisch, diastolisch, Puls). Zum Arzttermin mitnehmen.

⚠️ Weißkittel-Effekt

Bei vielen Menschen ist der Blutdruck beim Arzt höher als zu Hause – das ist der sogenannte Weißkittel-Effekt. Deshalb gelten für die Heimmessung strengere Grenzwerte: Ab 135/85 mmHg spricht man von Bluthochdruck. Messen Sie regelmäßig zu Hause und bringen Sie die Werte zum Arzt mit.

i Info

Pflegegrad vorhanden?

Dann stehen Ihnen bis zu 13 Std. monatliche Hilfe zu!

Hier geht es zum Rechner

Wann sollten Sie handeln?

SituationWas tun?
Einmalig erhöhter Wert (z. B. nach Stress, Kaffee, Anstrengung)Beruhigen, nach 30 Minuten erneut messen. Einzelwerte sind wenig aussagekräftig.
Mehrfach 140/90+ mmHg (über 3–7 Tage)Termin beim Hausarzt. Blutdruck-Tagebuch mitnehmen.
Werte über 180/110 mmHg ohne SymptomeZeitnah zum Arzt (innerhalb von 1–2 Tagen). Ruhe bewahren.
Werte über 180/110 + Symptome (Brustschmerz, Sehstörung, Atemnot, Verwirrtheit)Notruf 112. Hypertensive Krise – sofortige Behandlung nötig.
Dauerhaft unter 100/60 mmHg + Schwindel, MüdigkeitHausarzt aufsuchen. Schilddrüse und Medikamente prüfen lassen.

Blutdruck natürlich senken: 6 Maßnahmen die nachweislich helfen

  1. 1Salzkonsum reduzieren: Unter 5 g pro Tag – das senkt den systolischen Wert um 5–6 mmHg. Weniger Fertiggerichte, weniger Brot, beim Kochen bewusst würzen.
  2. 2Regelmäßige Bewegung: 30 Minuten zügiges Gehen, 5× pro Woche – senkt den Blutdruck um 5–8 mmHg. Auch Spaziergänge mit der Alltagsbegleitung zählen.
  3. 3Gewicht normalisieren: Pro Kilogramm Gewichtsverlust sinkt der Blutdruck um ca. 1 mmHg. Besonders wirksam bei Übergewicht.
  4. 4Alkohol einschränken: Maximal 1 Glas Wein pro Tag (Frauen) bzw. 2 Gläser (Männer). Mehr erhöht den Blutdruck messbar.
  5. 5Stress reduzieren: Chronischer Stress hält den Blutdruck dauerhaft hoch. Regelmäßige Pausen, Alltagsstruktur und soziale Kontakte helfen messbar.
  6. 6Kaliumreich essen: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte – Kalium gleicht die blutdrucksteigernde Wirkung von Salz aus.

Alltag mit Bluthochdruck: So hilft JUHI

Bluthochdruck ist kein Grund für einen Pflegegrad – aber er tritt sehr häufig gemeinsam mit Pflegebedürftigkeit auf. Rund 70 % der über 70-Jährigen haben erhöhte Blutdruckwerte. Wenn neben dem Bluthochdruck auch der Alltag und Haushalt zur Belastung werden, kommen wir von JUHI ins Spiel.

Seit über 8 Jahren sind wir von allen Pflegekassen anerkannt und helfen pflegebedürftigen Menschen im Alltag und Haushalt – bundesweit in über 30 Städten, darunter Berlin, Köln, Leipzig und Dresden. Das sind bei JUHI bis zu 13 volle Stunden Hilfe pro Monat – Fenster putzen, Saugen, Einkaufen, Gardinen aufhängen, Begleitung zum Arzt und Gesellschaft. Unser Stundensatz beträgt 32,75 €* inkl. sämtlicher Kosten. Wir rechnen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab – bei gesetzlicher Versicherung entstehen für Sie keine Kosten.

Unser Fazit: Messen, einordnen, handeln

Bluthochdruck verläuft still – deshalb ist regelmäßiges Messen der beste Schutz. Die Blutdruck-Tabelle zeigt klar: Unter 120/80 mmHg ist optimal, ab 140/90 mmHg beginnt der Handlungsbedarf. Im Alter sind leicht erhöhte systolische Werte normal – aber auch bei über 70-Jährigen empfehlen die Leitlinien einen Wert unter 140 mmHg, wenn er verträglich ist.

Und wenn neben dem Blutdruck auch der Alltag Unterstützung braucht: Bei JUHI bekommen pflegebedürftige Menschen bis zu 13 volle Stunden Hilfe pro Monat – ohne Eigenkosten bei gesetzlicher Versicherung. Eine kurze Anfrage genügt, und wir klären telefonisch, welche Stunden Ihnen über die Pflegekasse zustehen. Ihren genauen Stundenanspruch können Sie vorab im JUHI-Rechner berechnen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein normaler Blutdruck?+

Laut den europäischen Leitlinien (ESH/ESC) liegt ein normaler Blutdruck bei 120–129 mmHg systolisch und 80–84 mmHg diastolisch. Werte unter 120/80 gelten als optimal. Ab 140/90 mmHg (Praxismessung) oder 135/85 mmHg (Heimmessung) spricht man von Bluthochdruck.

Ist ein Blutdruck von 150/90 im Alter normal?+

Ein systolischer Wert um 150 mmHg ist bei über 80-Jährigen statistisch häufig und laut Leitlinien akzeptabel. Für 65- bis 79-Jährige empfehlen die ESC/ESH-Leitlinien jedoch Werte unter 140/80 mmHg, wenn diese ohne starke Nebenwirkungen erreichbar sind. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihren individuellen Zielwert.

Wann ist Bluthochdruck gefährlich?+

Akut gefährlich wird es ab 180/110 mmHg – besonders mit Symptomen wie Brustschmerz, Sehstörungen, Atemnot oder Verwirrtheit (hypertensive Krise → Notruf 112). Langfristig gefährlich ist jeder dauerhaft erhöhte Blutdruck ab 140/90 mmHg, weil er Herz, Gefäße, Nieren und Gehirn schädigt – oft ohne spürbare Symptome.

Welcher Wert ist wichtiger – der obere oder der untere?+

Beide sind relevant. Im höheren Alter steigt vor allem der systolische (obere) Wert, während der diastolische (untere) gleich bleibt oder sinkt. Für die Bewertung gilt: Der höhere der beiden Werte bestimmt die Kategorie. Ein Wert von 155/82 zählt als Hypertonie Grad 2 (wegen des oberen Werts), obwohl der untere Wert normal ist.

Warum ist mein Blutdruck beim Arzt höher als zu Hause?+

Das ist der Weißkittel-Effekt – die Aufregung beim Arztbesuch treibt den Blutdruck kurzfristig nach oben. Deshalb empfehlen die Leitlinien, regelmäßig zu Hause zu messen und den Durchschnitt von mindestens 3–7 Tagen zu nutzen. Für die Heimmessung gilt: Ab 135/85 mmHg besteht Bluthochdruck.

Kann ich meinen Blutdruck ohne Medikamente senken?+

Bei leicht erhöhten Werten (130–139/85–89 mmHg) oft ja – durch Salzreduktion, Bewegung, Gewichtsabnahme, weniger Alkohol und Stressreduktion. Diese Maßnahmen senken den systolischen Wert um 5–10 mmHg. Bei Hypertonie Grad 1 oder höher reichen Lebensstiländerungen allein meist nicht aus – dann sind zusätzlich Medikamente nötig.

Quellen

  1. Deutsche Herzstiftung – Neue Leitlinien Bluthochdruck (ESH 2023 / ESC 2024)
  2. Deutsche Hochdruckliga – Bluthochdruck erkennen
  3. BlutdruckDaten – Blutdruck Normalwerte und Tabelle
  4. BlutdruckDaten – Harmonisierte globale Blutdruck-Normalwerte
  5. praktischArzt – Normale Blutdruckwerte nach Alter und Geschlecht
  6. Bundesministerium für Gesundheit – Leistungen der Pflegeversicherung
  7. GKV-Spitzenverband – Pflegeleistungen
  8. Ratgeber Herzinsuffizienz – Blutdruck: Werte und Messung

*In bestimmten Bundesländern ist der Preis etwas niedriger.

„120 zu 80 – das ist doch normal, oder?" So einfach ist es leider nicht. Ob ein Blutdruckwert gut oder besorgniserregend ist, hängt vom Alter, von Vorerkrankungen und davon ab, wo und wie gemessen wurde. Ein Wert von 140/85 mmHg kann bei einem 75-Jährigen akzeptabel sein, bei einem 40-Jährigen aber bereits als behandlungsbedürftig gelten.

In diesem Artikel finden Sie die aktuelle Blutdruck-Werte-Tabelle nach den europäischen Leitlinien (ESH 2023 / ESC 2024), eine Übersicht der Normalwerte nach Altersgruppe, einen interaktiven Selbstcheck – und praktische Tipps, was Sie bei erhöhten Werten tun können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Optimal: unter 120/80 mmHg – der ideale Wert für die meisten Erwachsenen
  • Bluthochdruck: ab 140/90 mmHg (Praxismessung) bzw. 135/85 mmHg (Heimmessung)
  • Im Alter: Leicht erhöhte systolische Werte (140–150) können bei über 65-Jährigen akzeptabel sein
  • Entscheidend: Nicht eine einzelne Messung, sondern der Durchschnitt mehrerer Messungen über Tage
  • Bluthochdruck verläuft still – regelmäßiges Messen ist der beste Schutz

Die Blutdruck-Werte-Tabelle (ESH / ESC Leitlinien)

KategorieSystolisch (mmHg)Diastolisch (mmHg)Bewertung
Optimalunter 120unter 80✓ Ideal
Normal120 – 12980 – 84✓ In Ordnung
Hochnormal130 – 13985 – 89⚠ Beobachten
Hypertonie Grad 1140 – 15990 – 99⚠ Arzt aufsuchen
Hypertonie Grad 2160 – 179100 – 109⚠ Behandlung nötig
Hypertonie Grad 3ab 180ab 110🚨 Sofort handeln
Niedrig (Hypotonie)unter 100unter 60Nur bei Symptomen relevant

Wichtig: Wenn systolischer und diastolischer Wert in unterschiedliche Kategorien fallen, gilt immer die höhere Kategorie. Ein Wert von 145/82 mmHg ist also Hypertonie Grad 1 (wegen des systolischen Werts), obwohl der diastolische Wert normal ist.

Selbstcheck: Wie gut ist Ihr Blutdruck?

Geben Sie Ihre Werte ein und erhalten Sie eine sofortige Einschätzung:

Dieser Check ersetzt keine ärztliche Diagnose. Besprechen Sie auffällige Werte immer mit Ihrem Arzt. Maßgeblich ist der Durchschnitt mehrerer Messungen.

Normalwerte nach Alter

Der Blutdruck steigt mit dem Alter tendenziell an – vor allem der systolische (obere) Wert. Der diastolische (untere) Wert bleibt stabil oder sinkt sogar leicht. Das liegt daran, dass die Arterien im Alter steifer werden. Die folgenden Durchschnittswerte dienen als Orientierung:

AlterØ SystolischØ DiastolischZielwert laut Leitlinie
20–29 Jahre~120~79unter 130/80
30–39 Jahre~123~81unter 130/80
40–49 Jahre~129~84unter 130/80
50–59 Jahre~135~86unter 140/80
60–69 Jahre~140~85unter 140/80
70–79 Jahre~145~82unter 140/80 (wenn verträglich)
80+ Jahre~150~80140–150 systolisch akzeptabel

💡 Durchschnitt ≠ Zielwert

Die Durchschnittswerte zeigen, was in einer Altersgruppe typisch ist – nicht, was optimal wäre. Auch bei über 70-Jährigen empfehlen die Leitlinien einen systolischen Wert unter 140 mmHg, wenn er ohne starke Nebenwirkungen erreichbar ist.

Richtig messen: So geht es

Falsch gemessen ist falsch bewertet. Damit Ihre Werte aussagekräftig sind, sollten Sie diese Regeln beachten:

  1. 1Ruhe vor der Messung: Mindestens 5 Minuten entspannt sitzen, nicht sprechen, Beine nicht überkreuzen.
  2. 2Oberarm-Gerät verwenden: Oberarm-Messgeräte sind genauer als Handgelenk-Geräte. Die Manschette auf Herzhöhe positionieren.
  3. 3Zwei Messungen, 1 Minute Abstand: Notieren Sie den Durchschnitt beider Messungen. Die erste Messung ist oft höher (Aufregung).
  4. 4Morgens und abends messen: Immer zur gleichen Zeit, vor der Medikamenteneinnahme, über mindestens 3–7 Tage. Der Arzt braucht den Durchschnitt.
  5. 5Werte notieren: Blutdruck-Tagebuch führen (Datum, Uhrzeit, systolisch, diastolisch, Puls). Zum Arzttermin mitnehmen.

⚠️ Weißkittel-Effekt

Bei vielen Menschen ist der Blutdruck beim Arzt höher als zu Hause – das ist der sogenannte Weißkittel-Effekt. Deshalb gelten für die Heimmessung strengere Grenzwerte: Ab 135/85 mmHg spricht man von Bluthochdruck. Messen Sie regelmäßig zu Hause und bringen Sie die Werte zum Arzt mit.

i Info

Pflegegrad vorhanden?

Dann stehen Ihnen bis zu 13 Std. monatliche Hilfe zu!

Hier geht es zum Rechner

Wann sollten Sie handeln?

SituationWas tun?
Einmalig erhöhter Wert (z. B. nach Stress, Kaffee, Anstrengung)Beruhigen, nach 30 Minuten erneut messen. Einzelwerte sind wenig aussagekräftig.
Mehrfach 140/90+ mmHg (über 3–7 Tage)Termin beim Hausarzt. Blutdruck-Tagebuch mitnehmen.
Werte über 180/110 mmHg ohne SymptomeZeitnah zum Arzt (innerhalb von 1–2 Tagen). Ruhe bewahren.
Werte über 180/110 + Symptome (Brustschmerz, Sehstörung, Atemnot, Verwirrtheit)Notruf 112. Hypertensive Krise – sofortige Behandlung nötig.
Dauerhaft unter 100/60 mmHg + Schwindel, MüdigkeitHausarzt aufsuchen. Schilddrüse und Medikamente prüfen lassen.

Blutdruck natürlich senken: 6 Maßnahmen die nachweislich helfen

  1. 1Salzkonsum reduzieren: Unter 5 g pro Tag – das senkt den systolischen Wert um 5–6 mmHg. Weniger Fertiggerichte, weniger Brot, beim Kochen bewusst würzen.
  2. 2Regelmäßige Bewegung: 30 Minuten zügiges Gehen, 5× pro Woche – senkt den Blutdruck um 5–8 mmHg. Auch Spaziergänge mit der Alltagsbegleitung zählen.
  3. 3Gewicht normalisieren: Pro Kilogramm Gewichtsverlust sinkt der Blutdruck um ca. 1 mmHg. Besonders wirksam bei Übergewicht.
  4. 4Alkohol einschränken: Maximal 1 Glas Wein pro Tag (Frauen) bzw. 2 Gläser (Männer). Mehr erhöht den Blutdruck messbar.
  5. 5Stress reduzieren: Chronischer Stress hält den Blutdruck dauerhaft hoch. Regelmäßige Pausen, Alltagsstruktur und soziale Kontakte helfen messbar.
  6. 6Kaliumreich essen: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte – Kalium gleicht die blutdrucksteigernde Wirkung von Salz aus.

Alltag mit Bluthochdruck: So hilft JUHI

Bluthochdruck ist kein Grund für einen Pflegegrad – aber er tritt sehr häufig gemeinsam mit Pflegebedürftigkeit auf. Rund 70 % der über 70-Jährigen haben erhöhte Blutdruckwerte. Wenn neben dem Bluthochdruck auch der Alltag und Haushalt zur Belastung werden, kommen wir von JUHI ins Spiel.

Seit über 8 Jahren sind wir von allen Pflegekassen anerkannt und helfen pflegebedürftigen Menschen im Alltag und Haushalt – bundesweit in über 30 Städten, darunter Berlin, Köln, Leipzig und Dresden. Das sind bei JUHI bis zu 13 volle Stunden Hilfe pro Monat – Fenster putzen, Saugen, Einkaufen, Gardinen aufhängen, Begleitung zum Arzt und Gesellschaft. Unser Stundensatz beträgt 32,75 €* inkl. sämtlicher Kosten. Wir rechnen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab – bei gesetzlicher Versicherung entstehen für Sie keine Kosten.

Unser Fazit: Messen, einordnen, handeln

Bluthochdruck verläuft still – deshalb ist regelmäßiges Messen der beste Schutz. Die Blutdruck-Tabelle zeigt klar: Unter 120/80 mmHg ist optimal, ab 140/90 mmHg beginnt der Handlungsbedarf. Im Alter sind leicht erhöhte systolische Werte normal – aber auch bei über 70-Jährigen empfehlen die Leitlinien einen Wert unter 140 mmHg, wenn er verträglich ist.

Und wenn neben dem Blutdruck auch der Alltag Unterstützung braucht: Bei JUHI bekommen pflegebedürftige Menschen bis zu 13 volle Stunden Hilfe pro Monat – ohne Eigenkosten bei gesetzlicher Versicherung. Eine kurze Anfrage genügt, und wir klären telefonisch, welche Stunden Ihnen über die Pflegekasse zustehen. Ihren genauen Stundenanspruch können Sie vorab im JUHI-Rechner berechnen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein normaler Blutdruck?+

Laut den europäischen Leitlinien (ESH/ESC) liegt ein normaler Blutdruck bei 120–129 mmHg systolisch und 80–84 mmHg diastolisch. Werte unter 120/80 gelten als optimal. Ab 140/90 mmHg (Praxismessung) oder 135/85 mmHg (Heimmessung) spricht man von Bluthochdruck.

Ist ein Blutdruck von 150/90 im Alter normal?+

Ein systolischer Wert um 150 mmHg ist bei über 80-Jährigen statistisch häufig und laut Leitlinien akzeptabel. Für 65- bis 79-Jährige empfehlen die ESC/ESH-Leitlinien jedoch Werte unter 140/80 mmHg, wenn diese ohne starke Nebenwirkungen erreichbar sind. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihren individuellen Zielwert.

Wann ist Bluthochdruck gefährlich?+

Akut gefährlich wird es ab 180/110 mmHg – besonders mit Symptomen wie Brustschmerz, Sehstörungen, Atemnot oder Verwirrtheit (hypertensive Krise → Notruf 112). Langfristig gefährlich ist jeder dauerhaft erhöhte Blutdruck ab 140/90 mmHg, weil er Herz, Gefäße, Nieren und Gehirn schädigt – oft ohne spürbare Symptome.

Welcher Wert ist wichtiger – der obere oder der untere?+

Beide sind relevant. Im höheren Alter steigt vor allem der systolische (obere) Wert, während der diastolische (untere) gleich bleibt oder sinkt. Für die Bewertung gilt: Der höhere der beiden Werte bestimmt die Kategorie. Ein Wert von 155/82 zählt als Hypertonie Grad 2 (wegen des oberen Werts), obwohl der untere Wert normal ist.

Warum ist mein Blutdruck beim Arzt höher als zu Hause?+

Das ist der Weißkittel-Effekt – die Aufregung beim Arztbesuch treibt den Blutdruck kurzfristig nach oben. Deshalb empfehlen die Leitlinien, regelmäßig zu Hause zu messen und den Durchschnitt von mindestens 3–7 Tagen zu nutzen. Für die Heimmessung gilt: Ab 135/85 mmHg besteht Bluthochdruck.

Kann ich meinen Blutdruck ohne Medikamente senken?+

Bei leicht erhöhten Werten (130–139/85–89 mmHg) oft ja – durch Salzreduktion, Bewegung, Gewichtsabnahme, weniger Alkohol und Stressreduktion. Diese Maßnahmen senken den systolischen Wert um 5–10 mmHg. Bei Hypertonie Grad 1 oder höher reichen Lebensstiländerungen allein meist nicht aus – dann sind zusätzlich Medikamente nötig.

Quellen

  1. Deutsche Herzstiftung – Neue Leitlinien Bluthochdruck (ESH 2023 / ESC 2024)
  2. Deutsche Hochdruckliga – Bluthochdruck erkennen
  3. BlutdruckDaten – Blutdruck Normalwerte und Tabelle
  4. BlutdruckDaten – Harmonisierte globale Blutdruck-Normalwerte
  5. praktischArzt – Normale Blutdruckwerte nach Alter und Geschlecht
  6. Bundesministerium für Gesundheit – Leistungen der Pflegeversicherung
  7. GKV-Spitzenverband – Pflegeleistungen
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*In bestimmten Bundesländern ist der Preis etwas niedriger.

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