Was kostet eine Haushaltshilfe vom Pflegedienst? Der ehrliche Vergleich

Die Wohnung soll wieder sauber werden, die Wäsche nicht mehr liegen bleiben. Der Pflegedienst ist ohnehin schon im Haus – also fragt man dort nach. Die Antwort überrascht viele: 40 bis 60 € für 45 Minuten Hauswirtschaft.
Das ist kein überhöhter Preis, sondern eine logische Folge davon, wie Pflegedienste kalkulieren. Der entscheidende Punkt ist aber ein anderer – und den erwähnt kaum jemand: Es geht nicht nur darum, was es kostet, sondern aus welchem Topf es bezahlt wird.
Das Wichtigste in Kürze
- ✓ 40 bis 60 € je 45 Minuten berechnen Pflegedienste für hauswirtschaftliche Versorgung
- ✓ Bezahlt wird aus dem Sachleistungsbudget – demselben Topf wie die Körperpflege
- ✓ Jede Putzstunde geht der Pflege verloren – oder Sie zahlen den Rest selbst
- ✓ Alltagshilfe läuft über ein anderes Budget – Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege
- ✓ Viele Dienste bieten Hauswirtschaft gar nicht mehr an – der Fachkräftemangel zwingt sie zur Konzentration auf Pflege
Was der Pflegedienst berechnet
Pflegedienste rechnen nicht nach Stunden ab, sondern nach Leistungskomplexen. Für die Hauswirtschaft gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Module:
| Leistung | Preis | Umgerechnet pro Stunde |
|---|---|---|
| Hauswirtschaftliche Versorgung, klein | 20 – 35 € je 30 Minuten | 40 – 70 € |
| Hauswirtschaftliche Versorgung, groß | 40 – 60 € je 45 Minuten | 53 – 80 € |
| Wohnungsreinigung als Einzelleistung | 45 – 70 € je Stunde | 45 – 70 € |
| Einkaufsfahrt | 15 – 30 € je Einsatz | – |
| Wäschepflege | 15 – 25 € je Einsatz | – |
| Einsatzpauschale pro Anfahrt | 4 – 8 € | kommt jeweils dazu |
Marktübliche Größenordnungen, keine Zusicherung. Die verbindlichen Sätze stehen im Leistungskatalog des jeweiligen Dienstes – lassen Sie sich diesen aushändigen.
Warum es so teuer ist
Die Preise wirken hoch, sind aber nachvollziehbar:
- Es kommt qualifiziertes Personal. Häufig dieselbe Kraft, die auch pflegerische Leistungen erbringt – zu entsprechenden Personalkosten.
- Fahrtzeiten sind eingepreist. Zwischen zwei Haushalten vergehen 15 bis 20 Minuten, die niemand direkt bezahlt.
- Dokumentationspflichten. Jeder Einsatz muss erfasst und abgerechnet werden.
- Kurze Einsätze sind ineffizient. 30 Minuten Arbeit bei 20 Minuten Anfahrt – das Verhältnis stimmt schlicht nicht.
Aus demselben Grund haben viele Dienste die Hauswirtschaft inzwischen ganz aus dem Angebot genommen. Wer knappe Fachkräfte hat, setzt sie dort ein, wo sie unersetzlich sind – bei der Pflege. Mehr dazu unter Ambulanter Pflegedienst in der Nähe.
Der eigentliche Haken
Hier wird es entscheidend. Hauswirtschaft über den Pflegedienst wird aus den Pflegesachleistungen bezahlt – aus demselben Budget wie Waschen, Ankleiden und Umlagern:
| Pflegegrad | PG 2 | PG 3 | PG 4 | PG 5 |
|---|---|---|---|---|
| Sachleistungen monatlich | 760 € | 1.431 € | 1.778 € | 2.200 € |
| Entspricht Putzstunden | ca. 13 | ca. 24 | ca. 30 | ca. 37 |
PG = Pflegegrad. Die zweite Zeile ist theoretisch gerechnet: Würde das gesamte Budget nur für Hauswirtschaft verwendet, bliebe für die eigentliche Pflege nichts übrig. Bei Pflegegrad 1 gibt es keine Sachleistungen.
⚠️ Putzen verdrängt Pflege
Jede Stunde Hauswirtschaft, die der Pflegedienst abrechnet, fehlt beim Duschen, beim Ankleiden, beim Umlagern. Ist das Budget aufgebraucht, zahlen Sie jede weitere Leistung vollständig selbst. Genau deshalb landen viele Familien unerwartet bei drei- bis vierstelligen Monatsrechnungen.
Ein Rechenbeispiel
Frau Hartmann, 78, Pflegegrad 3
Sie braucht täglich Hilfe bei der Körperpflege und einmal wöchentlich Unterstützung im Haushalt. Der Pflegedienst übernimmt beides.
- Budget Sachleistungen: 1.431 €
- Tägliche Körperpflege: rund 1.150 €
- Vier Einsätze Hauswirtschaft à 50 €: 200 €
Zusammen 1.350 € – das Budget reicht knapp. Wird die Pflege aufwendiger oder kommt ein fünfter Putzeinsatz dazu, zahlt Frau Hartmann drauf. Läuft die Hauswirtschaft dagegen über den Entlastungsbetrag eines anderen Anbieters, bleiben die vollen 1.431 € für die Pflege erhalten.
Pflegegrad vorhanden?
Dann stehen Ihnen bis zu 13 Std. monatliche Hilfe zu!
Hier geht es zum RechnerDie 4 Wege im Vergleich
| Weg | Preis pro Stunde | Bezahlt aus | Ihr Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Pflegedienst | 53 – 80 € | Sachleistungsbudget | alles über dem Budget |
| Anerkannte Alltagshilfe | 32,75 €* | Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege | 0 € |
| Reinigungsfirma | 25 – 40 € | Ihre Tasche | alles, 20 % absetzbar |
| Privat angemeldet | 15 – 22 € | Ihre Tasche | alles plus Abgaben |
Die zweite Zeile ist der Punkt, den viele nicht kennen: Anerkannte Anbieter für Alltagshilfe rechnen über ein völlig anderes Budget ab. Das Sachleistungsbudget bleibt unangetastet und steht vollständig für die Pflege zur Verfügung. Einen allgemeinen Preisüberblick gibt der Artikel Was kostet eine Haushaltshilfe.
Welcher Topf wofür
| Budget | Höhe | Wofür gedacht |
|---|---|---|
| Pflegesachleistungen | 760 – 2.200 € monatlich | Pflegedienst: Körperpflege, Mobilität, auch Hauswirtschaft |
| Entlastungsbetrag | 131 € monatlich | Alltagshilfe: Haushalt, Einkauf, Begleitung – ab Pflegegrad 1 |
| Verhinderungspflege | bis zu 3.539 € jährlich | Vertretung der Pflegeperson – auch stundenweise |
| Pflegegeld | 332 – 947 € monatlich | Frei verwendbar, für pflegende Angehörige |
💡 Die Budgets zehren sich nicht gegenseitig auf
Pflegedienst und Alltagshilfe parallel zu nutzen ist der Regelfall, nicht die Ausnahme. Der Pflegedienst übernimmt die Pflege aus den Sachleistungen, die Alltagshilfe den Haushalt aus Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege. Ihr Pflegegeld bleibt bei beidem erhalten.
Wann der Pflegedienst richtig ist
Es gibt Situationen, in denen Hauswirtschaft beim Pflegedienst gut aufgehoben ist:
- Alles aus einer Hand gewünscht. Eine Ansprechperson, ein Vertrag, eine Abrechnung.
- Das Sachleistungsbudget wird ohnehin nicht ausgeschöpft. Dann geht der Pflege nichts verloren.
- Hauswirtschaft und Körperpflege im selben Einsatz. Spart eine zusätzliche Anfahrt.
- Kein anerkannter Anbieter für Alltagshilfe vor Ort. In manchen Regionen ist die Auswahl dünn.
Wer Pflegegeld und Sachleistungen mischen möchte, sollte sich zusätzlich die Kombinationsleistung ansehen – Vor- und Nachteile beschreibt der Artikel Nachteile Pflegegeld.
Was JUHI anders macht
Wir sind kein Pflegedienst – wir übernehmen keine Körperpflege und keine medizinischen Aufgaben. Dafür genau das, was Pflegedienste immer seltener anbieten und teuer abrechnen müssen: Saugen, Fenster putzen, Einkaufen, Gardinen aufhängen, leichte Gartenarbeiten, Begleitung zu Terminen und Gesellschaft.
Unser Stundensatz beträgt 32,75 €* inkl. sämtlicher Kosten. Bei gesetzlicher Versicherung entstehen Ihnen keine Eigenkosten, weil wir über Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege direkt mit der Pflegekasse abrechnen. Bei Pflegegrad 1 sind das mindestens 4 Stunden pro Monat, ab Pflegegrad 2 bis zu 13 volle Stunden.
Der Unterschied bei 4 Einsätzen im Monat
- Pflegedienst: rund 200 € – abgezogen vom Pflegebudget
- JUHI: 0 € Eigenanteil – das Pflegebudget bleibt unangetastet
Und Sie bekommen mehr Zeit: Unsere Einsätze sind nicht auf 45 Minuten getaktet.
Sie bekommen Ihre feste Hilfsperson statt wechselnder Gesichter, geschult nach § 45a SGB XI. JUHI ist seit über 8 Jahren von allen Pflegekassen anerkannt – bundesweit in über 40 Städten und 10 Bundesländern, darunter Dresden, Düsseldorf, Bochum und Augsburg. JUHI hilft allen Menschen mit Pflegegrad – unabhängig vom Alter. Ihr Pflegegeld bleibt vollständig erhalten. Stellen Sie gerne eine kurze Anfrage – wir melden uns innerhalb weniger Stunden.
Unser Fazit: Auf den Topf achten, nicht nur auf den Preis
40 bis 60 € für 45 Minuten Hauswirtschaft sind beim Pflegedienst marktüblich und betriebswirtschaftlich nachvollziehbar. Das eigentliche Problem ist die Herkunft des Geldes: Was fürs Putzen draufgeht, fehlt bei der Pflege.
Wenn Sie ohnehin einen Pflegedienst haben, lohnt eine einfache Rechnung: Wie viel Ihres Sachleistungsbudgets geht derzeit in die Hauswirtschaft? Läuft dieser Teil über einen anerkannten Anbieter für Alltagshilfe, bleibt das Pflegebudget vollständig erhalten – und Sie zahlen dafür nichts.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Haushaltshilfe vom Pflegedienst?+
Üblich sind 40 bis 60 € für 45 Minuten, umgerechnet 53 bis 80 € pro Stunde. Dazu kommt meist eine Einsatzpauschale von 4 bis 8 € pro Anfahrt. Die verbindlichen Sätze stehen im Leistungskatalog des Dienstes.
Zahlt die Pflegekasse die Haushaltshilfe vom Pflegedienst?+
Ja, über die Pflegesachleistungen ab Pflegegrad 2 – allerdings aus demselben Budget wie Körperpflege und Mobilität. Ist es aufgebraucht, zahlen Sie jede weitere Leistung vollständig selbst.
Warum bieten viele Pflegedienste keine Hauswirtschaft mehr an?+
Wegen des Fachkräftemangels. Wer zu wenig examiniertes Personal hat, setzt es dort ein, wo es unersetzlich ist – bei der Pflege. Kurze Hauswirtschaftseinsätze mit langer Anfahrt rechnen sich für die Dienste zudem kaum.
Was ist günstiger: Pflegedienst oder Alltagshilfe?+
Für reine Hauswirtschaft ist die anerkannte Alltagshilfe deutlich günstiger – und sie läuft über ein anderes Budget. Bei gesetzlicher Versicherung entstehen dabei in der Regel keine Eigenkosten, während das Pflegebudget für die Pflege erhalten bleibt.
Kann ich beides gleichzeitig nutzen?+
Ja, das ist der Regelfall. Der Pflegedienst übernimmt die Pflege aus den Sachleistungen, die Alltagshilfe den Haushalt aus Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege. Die Budgets sind getrennt und zehren sich nicht gegenseitig auf.
Was gilt bei Pflegegrad 1?+
Bei Pflegegrad 1 gibt es keine Pflegesachleistungen – der Pflegedienst müsste privat bezahlt werden. Der Entlastungsbetrag von 131 € monatlich steht Ihnen aber zu und deckt bei einem anerkannten Anbieter mindestens vier Stunden Alltagshilfe ab.
Quellen
- § 36 SGB XI – Pflegesachleistung
- § 45b SGB XI – Entlastungsbetrag
- § 39 SGB XI – Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson
- § 38 SGB XI – Kombinationsleistung
- § 45a SGB XI – Angebote zur Unterstützung im Alltag
- § 35a EStG – Haushaltsnahe Dienstleistungen
- GKV-Spitzenverband – Pflegeleistungen
- Verbraucherzentrale – Pflege zu Hause: Leistungen im Überblick
*In bestimmten Bundesländern ist der Preis etwas niedriger.
Die Wohnung soll wieder sauber werden, die Wäsche nicht mehr liegen bleiben. Der Pflegedienst ist ohnehin schon im Haus – also fragt man dort nach. Die Antwort überrascht viele: 40 bis 60 € für 45 Minuten Hauswirtschaft.
Das ist kein überhöhter Preis, sondern eine logische Folge davon, wie Pflegedienste kalkulieren. Der entscheidende Punkt ist aber ein anderer – und den erwähnt kaum jemand: Es geht nicht nur darum, was es kostet, sondern aus welchem Topf es bezahlt wird.
Das Wichtigste in Kürze
- ✓ 40 bis 60 € je 45 Minuten berechnen Pflegedienste für hauswirtschaftliche Versorgung
- ✓ Bezahlt wird aus dem Sachleistungsbudget – demselben Topf wie die Körperpflege
- ✓ Jede Putzstunde geht der Pflege verloren – oder Sie zahlen den Rest selbst
- ✓ Alltagshilfe läuft über ein anderes Budget – Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege
- ✓ Viele Dienste bieten Hauswirtschaft gar nicht mehr an – der Fachkräftemangel zwingt sie zur Konzentration auf Pflege
Was der Pflegedienst berechnet
Pflegedienste rechnen nicht nach Stunden ab, sondern nach Leistungskomplexen. Für die Hauswirtschaft gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Module:
| Leistung | Preis | Umgerechnet pro Stunde |
|---|---|---|
| Hauswirtschaftliche Versorgung, klein | 20 – 35 € je 30 Minuten | 40 – 70 € |
| Hauswirtschaftliche Versorgung, groß | 40 – 60 € je 45 Minuten | 53 – 80 € |
| Wohnungsreinigung als Einzelleistung | 45 – 70 € je Stunde | 45 – 70 € |
| Einkaufsfahrt | 15 – 30 € je Einsatz | – |
| Wäschepflege | 15 – 25 € je Einsatz | – |
| Einsatzpauschale pro Anfahrt | 4 – 8 € | kommt jeweils dazu |
Marktübliche Größenordnungen, keine Zusicherung. Die verbindlichen Sätze stehen im Leistungskatalog des jeweiligen Dienstes – lassen Sie sich diesen aushändigen.
Warum es so teuer ist
Die Preise wirken hoch, sind aber nachvollziehbar:
- Es kommt qualifiziertes Personal. Häufig dieselbe Kraft, die auch pflegerische Leistungen erbringt – zu entsprechenden Personalkosten.
- Fahrtzeiten sind eingepreist. Zwischen zwei Haushalten vergehen 15 bis 20 Minuten, die niemand direkt bezahlt.
- Dokumentationspflichten. Jeder Einsatz muss erfasst und abgerechnet werden.
- Kurze Einsätze sind ineffizient. 30 Minuten Arbeit bei 20 Minuten Anfahrt – das Verhältnis stimmt schlicht nicht.
Aus demselben Grund haben viele Dienste die Hauswirtschaft inzwischen ganz aus dem Angebot genommen. Wer knappe Fachkräfte hat, setzt sie dort ein, wo sie unersetzlich sind – bei der Pflege. Mehr dazu unter Ambulanter Pflegedienst in der Nähe.
Der eigentliche Haken
Hier wird es entscheidend. Hauswirtschaft über den Pflegedienst wird aus den Pflegesachleistungen bezahlt – aus demselben Budget wie Waschen, Ankleiden und Umlagern:
| Pflegegrad | PG 2 | PG 3 | PG 4 | PG 5 |
|---|---|---|---|---|
| Sachleistungen monatlich | 760 € | 1.431 € | 1.778 € | 2.200 € |
| Entspricht Putzstunden | ca. 13 | ca. 24 | ca. 30 | ca. 37 |
PG = Pflegegrad. Die zweite Zeile ist theoretisch gerechnet: Würde das gesamte Budget nur für Hauswirtschaft verwendet, bliebe für die eigentliche Pflege nichts übrig. Bei Pflegegrad 1 gibt es keine Sachleistungen.
⚠️ Putzen verdrängt Pflege
Jede Stunde Hauswirtschaft, die der Pflegedienst abrechnet, fehlt beim Duschen, beim Ankleiden, beim Umlagern. Ist das Budget aufgebraucht, zahlen Sie jede weitere Leistung vollständig selbst. Genau deshalb landen viele Familien unerwartet bei drei- bis vierstelligen Monatsrechnungen.
Ein Rechenbeispiel
Frau Hartmann, 78, Pflegegrad 3
Sie braucht täglich Hilfe bei der Körperpflege und einmal wöchentlich Unterstützung im Haushalt. Der Pflegedienst übernimmt beides.
- Budget Sachleistungen: 1.431 €
- Tägliche Körperpflege: rund 1.150 €
- Vier Einsätze Hauswirtschaft à 50 €: 200 €
Zusammen 1.350 € – das Budget reicht knapp. Wird die Pflege aufwendiger oder kommt ein fünfter Putzeinsatz dazu, zahlt Frau Hartmann drauf. Läuft die Hauswirtschaft dagegen über den Entlastungsbetrag eines anderen Anbieters, bleiben die vollen 1.431 € für die Pflege erhalten.
Pflegegrad vorhanden?
Dann stehen Ihnen bis zu 13 Std. monatliche Hilfe zu!
Hier geht es zum RechnerDie 4 Wege im Vergleich
| Weg | Preis pro Stunde | Bezahlt aus | Ihr Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Pflegedienst | 53 – 80 € | Sachleistungsbudget | alles über dem Budget |
| Anerkannte Alltagshilfe | 32,75 €* | Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege | 0 € |
| Reinigungsfirma | 25 – 40 € | Ihre Tasche | alles, 20 % absetzbar |
| Privat angemeldet | 15 – 22 € | Ihre Tasche | alles plus Abgaben |
Die zweite Zeile ist der Punkt, den viele nicht kennen: Anerkannte Anbieter für Alltagshilfe rechnen über ein völlig anderes Budget ab. Das Sachleistungsbudget bleibt unangetastet und steht vollständig für die Pflege zur Verfügung. Einen allgemeinen Preisüberblick gibt der Artikel Was kostet eine Haushaltshilfe.
Welcher Topf wofür
| Budget | Höhe | Wofür gedacht |
|---|---|---|
| Pflegesachleistungen | 760 – 2.200 € monatlich | Pflegedienst: Körperpflege, Mobilität, auch Hauswirtschaft |
| Entlastungsbetrag | 131 € monatlich | Alltagshilfe: Haushalt, Einkauf, Begleitung – ab Pflegegrad 1 |
| Verhinderungspflege | bis zu 3.539 € jährlich | Vertretung der Pflegeperson – auch stundenweise |
| Pflegegeld | 332 – 947 € monatlich | Frei verwendbar, für pflegende Angehörige |
💡 Die Budgets zehren sich nicht gegenseitig auf
Pflegedienst und Alltagshilfe parallel zu nutzen ist der Regelfall, nicht die Ausnahme. Der Pflegedienst übernimmt die Pflege aus den Sachleistungen, die Alltagshilfe den Haushalt aus Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege. Ihr Pflegegeld bleibt bei beidem erhalten.
Wann der Pflegedienst richtig ist
Es gibt Situationen, in denen Hauswirtschaft beim Pflegedienst gut aufgehoben ist:
- Alles aus einer Hand gewünscht. Eine Ansprechperson, ein Vertrag, eine Abrechnung.
- Das Sachleistungsbudget wird ohnehin nicht ausgeschöpft. Dann geht der Pflege nichts verloren.
- Hauswirtschaft und Körperpflege im selben Einsatz. Spart eine zusätzliche Anfahrt.
- Kein anerkannter Anbieter für Alltagshilfe vor Ort. In manchen Regionen ist die Auswahl dünn.
Wer Pflegegeld und Sachleistungen mischen möchte, sollte sich zusätzlich die Kombinationsleistung ansehen – Vor- und Nachteile beschreibt der Artikel Nachteile Pflegegeld.
Was JUHI anders macht
Wir sind kein Pflegedienst – wir übernehmen keine Körperpflege und keine medizinischen Aufgaben. Dafür genau das, was Pflegedienste immer seltener anbieten und teuer abrechnen müssen: Saugen, Fenster putzen, Einkaufen, Gardinen aufhängen, leichte Gartenarbeiten, Begleitung zu Terminen und Gesellschaft.
Unser Stundensatz beträgt 32,75 €* inkl. sämtlicher Kosten. Bei gesetzlicher Versicherung entstehen Ihnen keine Eigenkosten, weil wir über Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege direkt mit der Pflegekasse abrechnen. Bei Pflegegrad 1 sind das mindestens 4 Stunden pro Monat, ab Pflegegrad 2 bis zu 13 volle Stunden.
Der Unterschied bei 4 Einsätzen im Monat
- Pflegedienst: rund 200 € – abgezogen vom Pflegebudget
- JUHI: 0 € Eigenanteil – das Pflegebudget bleibt unangetastet
Und Sie bekommen mehr Zeit: Unsere Einsätze sind nicht auf 45 Minuten getaktet.
Sie bekommen Ihre feste Hilfsperson statt wechselnder Gesichter, geschult nach § 45a SGB XI. JUHI ist seit über 8 Jahren von allen Pflegekassen anerkannt – bundesweit in über 40 Städten und 10 Bundesländern, darunter Dresden, Düsseldorf, Bochum und Augsburg. JUHI hilft allen Menschen mit Pflegegrad – unabhängig vom Alter. Ihr Pflegegeld bleibt vollständig erhalten. Stellen Sie gerne eine kurze Anfrage – wir melden uns innerhalb weniger Stunden.
Unser Fazit: Auf den Topf achten, nicht nur auf den Preis
40 bis 60 € für 45 Minuten Hauswirtschaft sind beim Pflegedienst marktüblich und betriebswirtschaftlich nachvollziehbar. Das eigentliche Problem ist die Herkunft des Geldes: Was fürs Putzen draufgeht, fehlt bei der Pflege.
Wenn Sie ohnehin einen Pflegedienst haben, lohnt eine einfache Rechnung: Wie viel Ihres Sachleistungsbudgets geht derzeit in die Hauswirtschaft? Läuft dieser Teil über einen anerkannten Anbieter für Alltagshilfe, bleibt das Pflegebudget vollständig erhalten – und Sie zahlen dafür nichts.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Haushaltshilfe vom Pflegedienst?+
Üblich sind 40 bis 60 € für 45 Minuten, umgerechnet 53 bis 80 € pro Stunde. Dazu kommt meist eine Einsatzpauschale von 4 bis 8 € pro Anfahrt. Die verbindlichen Sätze stehen im Leistungskatalog des Dienstes.
Zahlt die Pflegekasse die Haushaltshilfe vom Pflegedienst?+
Ja, über die Pflegesachleistungen ab Pflegegrad 2 – allerdings aus demselben Budget wie Körperpflege und Mobilität. Ist es aufgebraucht, zahlen Sie jede weitere Leistung vollständig selbst.
Warum bieten viele Pflegedienste keine Hauswirtschaft mehr an?+
Wegen des Fachkräftemangels. Wer zu wenig examiniertes Personal hat, setzt es dort ein, wo es unersetzlich ist – bei der Pflege. Kurze Hauswirtschaftseinsätze mit langer Anfahrt rechnen sich für die Dienste zudem kaum.
Was ist günstiger: Pflegedienst oder Alltagshilfe?+
Für reine Hauswirtschaft ist die anerkannte Alltagshilfe deutlich günstiger – und sie läuft über ein anderes Budget. Bei gesetzlicher Versicherung entstehen dabei in der Regel keine Eigenkosten, während das Pflegebudget für die Pflege erhalten bleibt.
Kann ich beides gleichzeitig nutzen?+
Ja, das ist der Regelfall. Der Pflegedienst übernimmt die Pflege aus den Sachleistungen, die Alltagshilfe den Haushalt aus Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege. Die Budgets sind getrennt und zehren sich nicht gegenseitig auf.
Was gilt bei Pflegegrad 1?+
Bei Pflegegrad 1 gibt es keine Pflegesachleistungen – der Pflegedienst müsste privat bezahlt werden. Der Entlastungsbetrag von 131 € monatlich steht Ihnen aber zu und deckt bei einem anerkannten Anbieter mindestens vier Stunden Alltagshilfe ab.
Quellen
- § 36 SGB XI – Pflegesachleistung
- § 45b SGB XI – Entlastungsbetrag
- § 39 SGB XI – Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson
- § 38 SGB XI – Kombinationsleistung
- § 45a SGB XI – Angebote zur Unterstützung im Alltag
- § 35a EStG – Haushaltsnahe Dienstleistungen
- GKV-Spitzenverband – Pflegeleistungen
- Verbraucherzentrale – Pflege zu Hause: Leistungen im Überblick
*In bestimmten Bundesländern ist der Preis etwas niedriger.
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