Pflegegrad bei Depression: Haushaltshilfe, die die Pflegekasse zahlt.

Wenn der Antrieb fehlt, bleibt der Haushalt liegen. Wir übernehmen ihn – ab Pflegegrad 2 vollständig von der Pflegekasse bezahlt.

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Depression und Pflegegrad

Pflegegrad bei Depression – was wirklich zählt

Frau sitzt am Morgen auf der Bettkante, im Hintergrund stellt eine Helferin eine Tasse Tee auf den Nachttisch

Bei kaum einer Erkrankung klaffen Leidensdruck und Pflegegrad so weit auseinander wie bei einer Depression. Menschen, die seit Monaten nicht mehr aus dem Haus kommen, bekommen einen Ablehnungsbescheid. Und in den Foren steht dann der Satz, der alles zusammenfasst: „Die haben gesagt, ich kann ja alles selbst."

Das stimmt sogar – und ist trotzdem kein Grund für eine Ablehnung. Der Medizinische Dienst fragt nicht, ob jemand etwas könnte, sondern ob er es ohne personelle Hilfe tatsächlich tut. Wer sich nur duscht, wenn ihn jemand dazu bewegt, ist in diesem Sinn nicht selbstständig. Antriebslosigkeit zählt genauso wie ein steifes Knie.

Der eigentliche Grund für die vielen Ablehnungen liegt woanders, und er ist rechnerischer Natur: Das Modul, in dem eine Depression am sichtbarsten ist, zählt am wenigsten. Wer das weiß, dokumentiert anders – und das entscheidet häufiger über den Pflegegrad als die Schwere der Erkrankung.

Diese Seite erklärt die Punktelogik Schritt für Schritt, zeigt ein durchgerechnetes Fallbeispiel und sagt Ihnen, was JUHI im Alltag übernimmt. Ab Pflegegrad 2 ist unsere Hilfe für Sie kostenfrei – wir rechnen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab.

Wichtig vorweg

JUHI ist Haushalts- und Alltagshilfe, keine Therapie und kein ambulanter Pflegedienst. Wir ersetzen weder ärztliche Behandlung noch Psychotherapie und leisten keine medizinische Behandlungspflege. Wenn es Ihnen akut sehr schlecht geht, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 – rund um die Uhr, kostenfrei und anonym.

Einstufung

Welcher Pflegegrad ist bei Depression möglich?

Der Pflegegrad entsteht aus sechs Modulen, die unterschiedlich stark gewichtet werden. Zusammen ergeben sie maximal 100 Punkte. Pflegegrad 1 beginnt bei 12,5 Punkten, Pflegegrad 2 bei 27, Pflegegrad 3 bei 47,5, Pflegegrad 4 bei 70 und Pflegegrad 5 bei 90.

Psychische Problemlagen – also alles, was man intuitiv mit einer Depression verbindet – sitzen in Modul 3. Und das ist der kleinste Hebel im ganzen System:

40 % 20 % 15 % 15 % 10 %
Modul 4 – Selbstversorgung · Waschen, Anziehen, Essen40 %
Modul 5 – Krankheit & Therapie · Medikamente, Termine20 %
Modul 2 + 3 – Kognition und Psyche · hier liegt die Depression15 %
Modul 6 – Alltag & soziale Kontakte · Tagesstruktur, Kontakte15 %
Modul 1 – Mobilität · bei Depression meist unauffällig10 %

Modul 2 und Modul 3 teilen sich einen gemeinsamen Wert: Es zählt nur der höhere der beiden, nicht die Summe (§ 15 Abs. 3 SGB XI). Mehr als 15 von 100 Punkten sind aus diesem Bereich also nicht zu holen.

Warum eine schwere Depression allein selten für Pflegegrad 2 reicht

Jetzt kommt die Zahl, die fast niemand kennt. Innerhalb von Modul 3 ist das Maximum schon ab 7 Rohpunkten erreicht – alles darüber bringt nichts mehr. Sieben Rohpunkte sind schnell beisammen: tägliche Antriebslosigkeit allein zählt fünf, zweimal wöchentliche Ängste drei.

Wer also täglich kaum aus dem Bett kommt und zusätzlich unter Panikattacken leidet, steht bei 15 gewichteten Punkten. Jemand mit einer deutlich leichteren Symptomatik, die gerade die Sieben-Punkte-Schwelle reißt, steht bei denselben 15. Und 15 Punkte sind, für sich genommen, nicht einmal die Hälfte des Wegs zu Pflegegrad 2.

Daraus folgt der wichtigste Satz dieser Seite: Der Pflegegrad wird nicht in Modul 3 entschieden, sondern in Modul 4 und Modul 6. Nicht die Depression bringt die Punkte, sondern das, was sie im Alltag anrichtet – und genau das wird im Termin am häufigsten verschwiegen.

Realistisch liegt eine mittelgradige depressive Episode mit deutlichen Alltagseinschränkungen bei Pflegegrad 1 bis 2, eine schwere, chronifizierte Depression mit Rückzug und fremdgesteuerter Tagesstruktur bei Pflegegrad 2 bis 3. Höhere Grade kommen praktisch nur vor, wenn körperliche Erkrankungen dazukommen. Eine erste Einschätzung für Ihren Fall liefert der Pflegegradrechner; verbindlich ist am Ende allein das Gutachten.

Modul 3 im Detail

Hier wird nicht nach Können gefragt, sondern nach Häufigkeit

Modul 3 funktioniert völlig anders als der Rest des Begutachtungsbogens. In den übrigen Modulen bewertet der Gutachter, wie selbstständig jemand eine Tätigkeit ausführt. In Modul 3 zählt stattdessen, wie oft jemand von außen eingreifen muss:

0Punkte

Nie oder sehr selten

Niemand muss regelmäßig eingreifen.

1Punkt

Selten

Ein- bis dreimal innerhalb von zwei Wochen.

3Punkte

Häufig

Zwei- bis mehrmals wöchentlich, aber nicht täglich.

5Punkte

Täglich

Jeden Tag ist Unterstützung nötig.

Modul 3 kennt dreizehn Kriterien, von Wahnvorstellungen bis zu nächtlicher Unruhe. Fünf davon sind bei einer Depression regelmäßig einschlägig:

3.11

Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage

Traurigkeit, Apathie, keine Eigeninitiative. Ohne wiederholtes Motivieren bliebe die Person im Bett. Das Kriterium steht so im Begutachtungsinstrument – es muss nicht umschrieben werden.

3.10

Ängste

Starke, anhaltende oder anfallartige Ängste: tägliche Sorgen, Angstattacken ohne erkennbaren Auslöser, das Nicht-allein-bleiben-Können.

3.2

Nächtliche Unruhe

Durchschlafstörungen mit Aufstehen, nächtliches Grübeln, umgedrehter Tag-Nacht-Rhythmus – wenn jemand deswegen nachts gebraucht wird.

3.8

Abwehr unterstützender Maßnahmen

Termine werden abgesagt, Hilfe wird zurückgewiesen, die Tür bleibt zu. Bei Depression häufiger, als Angehörige vermuten.

3.3

Selbstschädigendes Verhalten

Ein belastendes Thema, das im Gutachten dennoch hingehört, wenn es den Alltag bestimmt. Sprechen Sie es an – im Zweifel schriftlich oder im Vieraugengespräch.

Tritt ein Verhalten auf, das zu mehreren Kriterien passt, wird es nur einmal gezählt. Welchem Kriterium es zugeordnet wird, ist zweitrangig – entscheidend ist allein die Häufigkeit des Hilfebedarfs.

Begutachtung

Der Fehler, der die meisten Anträge kostet

Angehörige und Betroffene dokumentieren fast immer das Falsche. Sie notieren, wie es ihnen ging – „Montag sehr schlecht, Dienstag etwas besser". Nachvollziehbar, aber für die Begutachtung wertlos. Gefragt ist nicht die Stimmung, sondern wie oft jemand anders aktiv werden musste.

Als personelle Unterstützung gilt dabei mehr, als die meisten annehmen: beruhigen, begleiten, zureden. Dreimal zum Aufstehen auffordern. Nachts ans Bett gehen, weil die Panik wiederkommt. Den Arzttermin nicht nur eintragen, sondern mitfahren, weil sonst niemand hingeht. Jede dieser Handlungen ist ein Punkt im Protokoll.

Frau sitzt am Morgen auf der Bettkante, eine zweite Person steht in der Tür und spricht ihr zu

Nicht die Traurigkeit wird bewertet, sondern dass jemand da sein muss, damit der Tag beginnt.

Statt „Ich war die ganze Woche niedergeschlagen" gehört ins Protokoll: „Täglich zwischen 8 und 11 Uhr musste meine Tochter mich dreimal zum Aufstehen auffordern, sonst wäre ich liegen geblieben." Dieselbe Woche, dieselbe Erkrankung – aber nur der zweite Satz ergibt fünf Punkte.

Und der zweite Fehler: die Selbstversorgung wird unterschlagen

Weil Modul 3 so offensichtlich zur Depression passt, konzentrieren sich alle darauf – und übersehen das Modul, das vierzig Prozent wiegt. In Modul 4 geht es um Waschen, Zähneputzen, Anziehen, Essen. Hier gilt wieder: Wer es nur nach Aufforderung tut, ist überwiegend selbstständig, nicht selbstständig. Das ist ein Punkt pro Tätigkeit – und davon gibt es viele.

Dasselbe gilt für Modul 6, das Alltagsleben: Tagesablauf planen, sich beschäftigen, Kontakte halten, in die Zukunft planen. Bei einer Depression bricht genau das weg, und es sind noch einmal 15 Prozent. Wer Modul 4 und Modul 6 sauber dokumentiert, holt dort mehr Punkte als in Modul 3 überhaupt möglich sind.

Der Termin

Das Problem mit dem guten Tag

Eine Depression schwankt – über Wochen, über den Tag, manchmal über Stunden. Die Begutachtung dauert eine Stunde und ist damit eine Momentaufnahme. Fällt sie auf einen besseren Tag, entsteht ein Bild, das mit dem Alltag wenig zu tun hat.

Dazu kommt ein Effekt, den fast alle Betroffenen kennen: Vor fremden Menschen funktioniert man. Man duscht an diesem Morgen, zieht etwas Ordentliches an, antwortet freundlich. Diese Anstrengung kostet oft den Rest des Tages – nur sieht der Gutachter davon nichts. Bewertet werden soll ausdrücklich der überwiegende Zustand über einen längeren Zeitraum, nicht der Tag der Begutachtung. Durchsetzen lässt sich das aber nur mit Unterlagen.

Protokollieren Sie vier Wochen, nicht vier Tage

Je länger der Zeitraum, desto deutlicher wird das Gefälle zwischen guten und schlechten Tagen. Notieren Sie pro Tag nur zwei Zeilen: Was musste jemand anstoßen, und wie oft?

Zählen Sie Eingriffe, keine Gefühle

„3× zum Aufstehen aufgefordert", „Mittagessen hingestellt, sonst nichts gegessen", „nachts 1× aufgestanden wegen Panik". Zahlen überzeugen, Adjektive nicht.

Nehmen Sie jemanden mit in den Termin

Eine zweite Person korrigiert, wenn Sie Ihre Lage kleinreden – und das tun fast alle. Wenn Ihnen das vor Zeugen unangenehm ist, reichen Sie Ihre Notizen vorab schriftlich ein.

Legen Sie die Behandlungsunterlagen bei

Arztbriefe, Diagnose nach ICD-10, Medikation, Therapieverlauf, Klinikaufenthalte, Reha-Berichte. Wichtig ist die Dauer: Eine Depression ist pflegerelevant, wenn sie absehbar länger als sechs Monate besteht.

Bitten Sie um einen Termin am Vormittag

Das Morgentief ist bei vielen Depressionen typisch und am ehesten der Zustand, der den Alltag prägt. Ein Nachmittagstermin zeigt oft die bessere Hälfte des Tages.

Rechnen Sie mit dem Widerspruch – und fürchten Sie ihn nicht

Sie haben einen Monat ab Zugang des Bescheids. Fordern Sie das vollständige Gutachten an und prüfen Sie Modul 4 und 6 Zeile für Zeile. Ein begründeter Widerspruch beim Pflegegrad ist bei psychischen Erkrankungen besonders oft erfolgreich, weil dort am meisten übersehen wird.

Wer den Pflegegrad beantragen will, sollte mehrere Wochen bis zum Bescheid einplanen. Welche Fragen im Termin kommen, steht im Fragenkatalog zur Pflegebegutachtung – ihn vorher einmal durchzugehen, lohnt sich mehr als jede andere Vorbereitung.

Fallbeispiel

Eine Rechnung, die Pflegegrad 2 ergibt

Frau K., 58 Jahre, schwere depressive Episode seit über einem Jahr, lebt allein. Körperlich gesund. Ihre Tochter wohnt in der Nähe und kommt täglich. So sieht die Begutachtung aus, wenn alles erfasst wird:

ModulWas dokumentiert wurdeRohGewichtet
1 · MobilitätKeine Einschränkungen.00
2 · KognitionEntscheidungen fallen schwer, mehrschrittige Handlungen brechen ab.3(3,75)
3 · PsycheAntriebslosigkeit täglich (5), Ängste ein- bis dreimal in zwei Wochen (1).611,25
4 · SelbstversorgungWaschen, Duschen, Zahnpflege, Ober- und Unterkörper ankleiden – jeweils nur nach Aufforderung.520
5 · Krankheit & TherapieTägliche Medikamenteneinnahme muss gestellt und kontrolliert werden.15
6 · Alltag & KontakteKeine eigene Tagesstruktur, keine Beschäftigung, Kontakte abgebrochen, keine Zukunftsplanung.67,5
Gesamtpunkte43,75
ErgebnisPflegegrad 2

Vereinfachtes Rechenbeispiel zur Veranschaulichung, keine Zusage für den Einzelfall. Modul 2 steht in Klammern, weil nur der höhere der beiden Werte aus Modul 2 und 3 zählt – hier also die 11,25 aus Modul 3.

Dieselbe Frau, schlechter dokumentiert

Jetzt dasselbe Gutachten, nur dass im Termin über Modul 4 gesagt wird: „Waschen und Anziehen schafft sie alleine." Sachlich nicht falsch – sie schafft es ja, wenn die Tochter sie dazu bewegt. Modul 4 fällt damit auf null.

Das Ergebnis: 23,75 Punkte statt 43,75. Unter der Schwelle von 27. Es bleibt bei Pflegegrad 1 – und damit bei 131 Euro Entlastungsbetrag statt der vollen Leistungen. Ein einziger Satz, zwanzig Punkte, eine Pflegestufe. Genau das steckt hinter den meisten Erfahrungsberichten, in denen von einer unverständlichen Ablehnung die Rede ist.

Mehrfachdiagnosen

Welcher Pflegegrad bei Angststörung und Depression?

Beides zusammen ist eher die Regel als die Ausnahme. Für die Begutachtung ändert sich dadurch weniger, als viele hoffen – und an einer anderen Stelle deutlich mehr.

Was sich nicht ändert: Innerhalb von Modul 3 stehen Ängste und Antriebslosigkeit nebeneinander, aber der Deckel bei sieben Rohpunkten gilt trotzdem. Eine zweite Diagnose verdoppelt die Punkte nicht. Wer bei beiden Kriterien täglichen Hilfebedarf hat, kommt auf zehn Rohpunkte – gewichtet sind es dieselben 15 wie bei sieben.

Was sich sehr wohl ändert: Eine Angststörung greift in Module ein, die eine Depression allein oft unberührt lässt. Wer die Wohnung nicht verlassen kann, verliert Punkte bei Arztterminen und Einkäufen (Modul 5 und 6). Wer nicht allein bleiben kann, braucht Anwesenheit statt Anleitung. Wer Panikattacken in der Nacht hat, erzeugt nächtlichen Hilfebedarf. Diese Folgen sind punktewirksam – die Diagnose als solche ist es nicht.

Der praktische Rat bei Mehrfachdiagnosen

Führen Sie das Protokoll nicht nach Diagnosen, sondern nach Tätigkeiten. Der Gutachter muss ohnehin jede Einschränkung einem Modul zuordnen, egal woher sie kommt – auch eine körperliche Begleiterkrankung zählt in denselben Topf.

Kommt eine Aufmerksamkeitsstörung hinzu, lohnt der Blick auf die Besonderheiten beim Pflegegrad bei ADHS. Bei älteren Menschen wird eine Depression außerdem oft für den Beginn einer Demenz gehalten – was dahintersteckt, zeigen die typischen psychischen Veränderungen im Alter, und für die andere Richtung haben wir den Pflegegrad bei Demenz gesondert aufbereitet.

Finanzierung

Was die Pflegekasse bei Depression übernimmt

Steht der Pflegegrad, ist die Leistung dieselbe wie bei jeder anderen Erkrankung – die Pflegekasse unterscheidet nicht nach Diagnose. Ab Pflegegrad 2 ist die Hilfe von JUHI für Sie kostenfrei: Wir rechnen direkt ab, Sie strecken nichts vor und reichen nichts ein.

Pflegegrad Pflegegeld Pflegesachleistungen Entlastungsbetrag
Pflegegrad 1––131 €
Pflegegrad 2347 €796 €131 €
Pflegegrad 3599 €1.497 €131 €
Pflegegrad 4800 €1.859 €131 €

Beträge pro Monat, Stand 2026. Pflegegrad 1 bringt kein Pflegegeld und keine Sachleistungen – der Entlastungsbetrag steht Ihnen aber zu, und schon damit sind bei JUHI vier volle Stunden im Monat abgedeckt.

Entlastungsbetrag (131 €/Monat)

Schon ab Pflegegrad 1 und ohne gesonderten Antrag. Der Entlastungsbetrag ist bei einer Depression meist der sinnvollste Einstieg, weil er niedrigschwellig ist und niemanden zu etwas verpflichtet.

Verhinderungs- & Kurzzeitpflege (3.539 €/Jahr, ab Pflegegrad 2)

Seit dem 01.07.2025 ein gemeinsamer Jahresbetrag aus Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege, frei aufteilbar. Zusammen mit dem Entlastungsbetrag sind das rund 13 Stunden im Monat, und das Pflegegeld bleibt erhalten.

Ab 2027: Sozialraumbudget (175 €/Monat, ab Pflegegrad 2)

Mit der Pflegereform löst das Sozialraumbudget den Entlastungsbetrag ab – bei JUHI 5 volle Stunden. JUHI darf diese Leistung erbringen und direkt mit Ihrer Pflegekasse abrechnen. Pflegegrad 1 erhält kein Sozialraumbudget.

Krankenkasse statt Pflegekasse – auch ohne Pflegegrad

Läuft noch kein Pflegegrad oder wurde er abgelehnt, zahlt unter Umständen die Krankenkasse nach § 38 SGB V eine Haushaltshilfe über die Krankenkasse. Nach einem Klinikaufenthalt oder bei ärztlich bescheinigter Arbeitsunfähigkeit ist das der schnellere Weg.

Reform zum 1. Januar 2027 – was das für einen Antrag jetzt bedeutet

Das Bundeskabinett hat am 30. September 2026 den Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes beschlossen. Bundestag und Bundesrat haben noch nicht zugestimmt, der Inhalt kann sich also noch ändern. Vorgesehen ist unter anderem, dass die Punktgrenzen steigen: Pflegegrad 1 künftig ab 15, Pflegegrad 2 ab 30 Punkten.

Für bereits anerkannte Pflegegrade ist Bestandsschutz vorgesehen, und maßgeblich soll das Recht zum Zeitpunkt der Antragstellung sein. Gerade bei einer Depression, die nach heutiger Rechnung knapp über 27 Punkte käme, wäre der Unterschied erheblich – ein Grund, den Antrag nicht ins neue Jahr zu schieben.

So läuft es ab

Warum ausgerechnet Haushaltshilfe bei einer Depression hilft

Die Wohnung verwahrlost nicht, weil jemand faul ist, sondern weil der Antrieb fehlt – und der ungemachte Haushalt verstärkt dann genau das Gefühl, das ihn verursacht hat. Aus diesem Kreislauf kommt man schwer allein heraus, und ein aufgeräumtes Wohnzimmer unterbricht ihn an einer Stelle, an der es ohne großen Kraftaufwand geht.

Dazu kommt etwas, das in keiner Leistungsbeschreibung steht: Ein fester Termin ist eine Tagesstruktur. Wenn dienstags um zehn jemand klingelt, steht man dienstags um halb zehn auf. Viele unserer Kundinnen sagen, dass genau das – nicht das Putzen – der eigentliche Unterschied ist.

Zwei Frauen räumen gemeinsam eine Küche auf, eine von ihnen trocknet Geschirr ab

Gemeinsam statt stellvertretend: Mitmachen, soweit es geht, ist bei einer Depression oft wirksamer als fertige Ergebnisse.

Immer derselbe Termin

Gleicher Wochentag, gleiche Uhrzeit. Ein verlässlicher Fixpunkt ist bei fehlendem Antrieb mehr wert als Flexibilität.

Immer dieselbe Person

Kein wechselndes Personal. Sich jedes Mal neu erklären zu müssen, ist für viele genau die Hürde, an der Hilfe scheitert.

Haushalt ohne Kommentar

Saugen, Wäsche, Küche, Bad. Niemand bewertet, wie es aussah, als wir kamen – das ist für die meisten das Entscheidende.

Kochen und mitessen

Wer allein lebt, lässt Mahlzeiten aus. Eine warme Mahlzeit und jemand, der dabei sitzt, ändert daran mehr als ein voller Kühlschrank.

Einkauf und Begleitung

Der erste Gang vor die Tür fällt zu zweit leichter. Die Einkaufshilfe lässt sich auch einzeln buchen, wenn mehr gerade nicht geht.

Hilfe beim Papierkram

Ungeöffnete Post ist bei einer Depression fast die Regel. Wir sortieren mit und sagen Ihnen, welche Frist wirklich drängt.

Jeder Einsatz dauert mindestens 2 Stunden. Neben Haushaltshilfe und Alltagshilfe bieten wir die Betreuung als eigene Leistung an, wenn vor allem Anwesenheit gebraucht wird. Und wenn Sie jemanden pflegen: Pflegende Angehörige haben eigene Ansprüche, die bei psychischen Erkrankungen besonders oft liegen bleiben.

Kosten & Vorteile

Was kostet die Hilfe bei Depression?

32,75 € / Stunde

Volle 60 Minuten – vollständig von der Pflegekasse übernommen ab Pflegegrad 2. Ambulante Pflegedienste verlangen häufig über 50 € und zählen dabei nur 45 Minuten als Stunde, deutlich mehr also, als eine Haushaltshilfe auf dem freien Markt kostet.

Keine Kosten für Sie – direkte Abrechnung mit Ihrer Pflegekasse.

Ihre Vorteile mit JUHI:

Keine Kosten für Sie: Die Pflegekasse trägt alles, wenn Pflegegrad 2 oder höher vorliegt und Sie gesetzlich versichert sind.

Kein Erklärungsdruck: Sie müssen Ihre Diagnose nicht begründen und nichts rechtfertigen.

Feste Zeiten: Ein planbarer Termin in der Woche, der auch als Tagesstruktur trägt.

Auch schon bei Pflegegrad 1: Mit dem Entlastungsbetrag sind vier volle Stunden im Monat abgedeckt.

Auch 2027 für Sie da: Als anerkannter Anbieter dürfen wir das Sozialraumbudget erbringen und abrechnen.

Nachweislich gut: Berliner Unternehmerpreis 2025 und über 8.000 zufriedene Kunden deutschlandweit.

JUHI ist in über 40 Städten deutschlandweit aktiv – finden Sie Ihre Haushaltshilfe in der Nähe.

In nur 3 Schritten

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Kundenstimmen

Darum lieben unsere Kunden JUHI

Ein Erfahrungsbericht von Frau Acquah.

Ein Tag mit dem JUHI Helfer Dustin.

Ein Erfahrungsbericht von Familie Grafe.

Ein Erfahrungsbericht von Herrn Rohde aus Dortmund.

Ihr Anspruch auf monatliche Hilfe

Ab Pflegegrad 1 stehen Ihnen monatlich mind. 4 Stunden Hilfe zu.

Ab Pflegegrad 2 bis 5 haben Sie Anspruch auf bis zu 13 Stunden monatliche Entlastung.

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Pflegende Angehörige in Zahlen

Schätzungweise 8 Millionen pflegende Angehörige deutschlandweit.
‍
Oft übernehmen Angehörige die Pflege und reduzieren ihre Arbeitszeit, um für ihre Liebsten da zu sein – rund 33 % der Pflegenden arbeiten deshalb in Teilzeit. Die körperliche und emotionale Belastung dieser Aufgabe ist enorm: Über 56 % der pflegenden Angehörigen berichten von mentalen Herausforderungen. Die Zahlen verdeutlichen die Wichtigkeit professioneller Unterstützung und gezielter Entlastung im Pflegealltag.

Deutschlandweit mindestens

8 Mio.

pflegende Angehörige

In Teilzeit gehen

33%

um ihre Angehörigen zu pflegen

Durch die enorme Belastung leiden

> 56%

an mentaler Gesundheit

Warum wir?

Flexibel
Günstig
Anerkannt
Versichert
Feste Helfer
Juhi Logo im Hintergrund
alt="Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey überreich den drei Gründern Jost, Burak und Ali den Berliner Unternehmenspreis 2025"
Die drei Gründer von JUHI lächeln in die Kamera und halten den Altenpflegepreis 2023 in die Kamera.
alt="Gründern Burak und Ali wird der Soziale Innovationspreis 2023 überreicht"
alt="JUHI Gründer Burak und Ali mit der Jury der Con Sozial"

8 Jahre Branchenpionier

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Einer der führenden und ersten anerkannten Anbieterim Bereich der Alltags- und Haushaltshilfe seit 2018.

+ 8.000 zufriedene Kunden

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Wir verbinden Pflegebedürftige mit jungen, engagierten Helfern. Dadurch fördern wir den Austausch zwischen den Generationen und stärken das soziale Miteinander.

Mehrfach ausgezeichnet

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JUHI wurde 2025 von der Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey mit dem Berliner Unternehmerpreis ausgezeichnet. Zudem 2023 Sozialer Innovationspreis & Jury- und Besucherpreis auf Deutschlands größter Altenpflegemesse.

Alltags- und Haushaltshilfe durch JUHI vs. Pflegedienste

JUHI
Pflegedienste
Stundenumfang
Mind. 5 Stunden (á 60 Min.) pro Monat ab Pflegegrad 1. Stundensatz 32,75€ inkl. Anfahrt.
max. 2 Stunden pro Monat
Stundensatz >50€
1 Stunde = 45 Min Hilfe.
Feste Hilfsperson
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Zuteilungsdauer
Im Schnitt innerhalb von 4 Tagen.
Kaum Kapazitäten.
Flexibilität
Unsere Helfer betreuen im Durchschnitt 2-3 Kunden. Flexible Terminplanung möglich.
Keine Flexibilität, aufgrund der Tourenplanung.
Qualität
Über 8.000 Kunden in +40 Städten.
Qualität schwankt, aufgrund kleiner Pflegedienste.
Zuverlässigkeit
Unsere Helfer durchlaufen einen mehrstufigen Bewerbungsprozess inkl. Interview, Führungszeugnis und Pflegeschulung gemäß
§3 Abs.3 Nr.6 PuVo.
Schwankende Zuverlässigkeit, aufgrund Personalmangel.
Keine Vertragsbindung
Sie können jederzeit kündigen, sollten Sie mit unserer Dienstleistung unzufrieden sein (Sonderkündigungsrecht).
Unterschiedliche Handhabe.
Stundenumfang
Mind. 5 Stunden (á 60 Min.) bei Pflegegrad 1. Stundensatz 32,75€.
Feste Hilfsperson
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Im Schnitt innerhalb von 4 Tagen.
Flexibilität
Unsere Helfer betreuen im Durchschnitt 2-3 Kunden. Flexible Terminplanung möglich.
Qualität
Über 8.000 Kunden in +40 Städten
Zuverlässigkeit
Unsere Helfer durchlaufen einen mehrstufigen Bewerbungsprozess inkl. Interview, Führungszeugnis und Pflegeschulung gemäß §3 Abs. 3 Nr.6 PuVo.
Stundenumfang
Zwischen 2 Stunden
Stundensatz >50€
1 Stunde = 45 Min Hilfe
Feste Hilfsperson
Zuteilungsdauer
Kaum Kapazitäten.
Flexibilität
Keine Flexibilität, aufgrund der Tourenplanung.
Qualität
Qualität schwankt, aufgrund kleiner Pflegedienste.
Zuverlässigkeit
Schwankende Zuverlässigkeit, aufgrund Personalmangel.

Partnerstimmen

Darum arbeiten unsere Partner so gerne mit uns zusammen

"Ich konnte mehreren Pflegebedürftigen [...] JUHI empfehlen. Nicht nur die bisher unversorgten Kunden waren sehr zufrieden, auch die schon versorgten Familien waren [...] begeistert. Da ich die Geschäftsführer auch persönlich [...] kennenlernen durfte und [...] beeindruckt bin, hoffe ich als bundesweit tätiger Pflegeberater [...], dass bald in allen Bundesländern JUHI anerkannt und eine Entlastung für viele der von mir begleiteten pflegenden Eltern möglich wird."
Markus Oppel, Pflegeberater
alt=" Bundesweit tätiger Pflegeberater Markus Oppel"
Die Zusammenarbeit mit euch hat nicht nur mich, sondern auch meine Kunden begeistert. Euer innovatives Konzept von "alt" und "jung" geht über normale Dienstleistungen hinaus und schafft eine unterstützende und bereichernde Verbindung. Eure Flexibilität und individuelle Anpassungsfähigkeit sind bewundernswert, und eure Bemühungen verdienen höchsten Respekt. Ich bin dankbar für die Zusammenarbeit mit der JUHI GmbH.
Didar Dündar, Pflegeberaterin
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Wir sind JUHI - Die Nr. 1 der Alltags- und Haushaltshilfe

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Alltagshilfe für pflegebedürftige Menschen zugänglicher zu machen. Diese Hilfe bieten wir mit Schülern, Studenten und Azubis als Alltagshelfer an und stellen somit den Austausch der Generationen wieder her.

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Sehr nette Helferinnen, man kann diese Dienstleistung nur weiterempfehlen. Den medizinischen Pflegekräften fehlt es häufig an der Zeit mehr als nur die rein medizinischen Dienstleistungen zu erbringen. Da kommt dieses Angebot genau richtig.
Erika Klaus aus Berlin
JUHI hilft uns dabei, unser Leben zu Hause zu verbessern. Einkaufen (schwere Dinge wie Flaschen, Dosen u.ä) funktionieren viel leichter. Staubsaugen, auf den Schränken wischen - da brauchen wir Hilfe. Und JUHI hat uns ein fleißigen Helfer geschickt.
Marina Wichner
Die JUHI GmbH ist ein modernes, innovatives Unternehmen mit einem professionellen und freundlichen Gründerteam. Die Helfer erledigen ihren Job ebenso mit viel Herz. Ein tolles Unternehmen, mit einem wichtigen Auftrag. Klare Weiterempfehlung!
Marc Heine
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Erika Klaus aus Berlin
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Marina Wichner
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Marc Heine
Meine Mutter ist mit dem Service der JUHI GmbH ausgesprochen zufrieden. Sie wurde freundlich beraten, alles lief professionell und zuverlässig ab. Man merkt, dass hier mit viel Erfahrung und Engagement gearbeitet wird. Klare Empfehlung!
Nabegh Issa
Ich habe Pflegegrad 1 und Anspruch auf Haushaltshilfe und hab mich für JUHI entschieden und bereue es nicht.Von Anfang sehr freundlich und hilfsbereit, schon am Telefon. Keine Frage war zu dumm und Bedenken oder Zweifel wurden ernst genommen. Jetzt hab ich eine Haushaltshilfe die eine große Stütze ist.Alles wird in einem Bericht festgehalten was gemacht wurde und wie lange gebraucht wurde.So hat man auch eine Übersicht das auch alles korrekt angegeben wurde. Ich bin im ganzen sehr zufrieden
Marion H.
Ich bin 52 Jahre alt und von Geburt an querschnittgelähmt. Ich dachte, ich sei noch zu jung, um zur Klientel von JUHI zu passen, aber eine sehr nette und kompetente Mitarbeiterin versicherte mir,dass jeder der einen Pflegegrad hat, dort Hilfe bekommen könnte. Ich habe ihr meine Daten und meine Wünsche und Bedürfnisse genannt, sie sagte, sie würde den passenden Mitarbeiter für mich finden, und dieser würde sich bei mir melden, um den ersten Termin ausmachen. Außerdem teilte sie mir mit, wie viele Stunden Hilfe ich bekomme und schickte mir meinen Vertrag zu. Zwei Tage später meldete sich mein JUHI, und wir machten unseren ersten Termin aus. Dieser hat inzwischen stattgefunden, und ich bin ausgesprochen glücklich und zufrieden.
Daniela Gloger
Dieses Unternehmen ist absolute Spitze und ein totaler Gewinn für unseren Haushalt. Meine Frau als meine Bevollmächtigte ist überglücklich über diese enorme Entlastung. Vielen Dank.
Detlef Schöwe
Bin begeistert von juhi! Habe eine Pflegestufe und lange nach einer Hilfe gesucht. Bei juhu war ich endlich an der richtigen Adresse. Völlig unkompliziert und fachkundig würde ich beraten und habe superschnell eine Haushaltshilfe vermittelt bekommen. Bin total zufrieden mit ihr. Auch die Betreuung von juhi ist super. Immer ansprechbar, nett und freundlich und kompetent. Kann ich nur empfehlen
Edelgard Gerber
Nachdem ich vergebens Hilfe für hauswirtschaftliche Hilfe gesucht habe und das vorliegende Rezept von der Reha Klinik verfallen mußte bin ich auf Juhi gestossen. Inzwischen Pflegestufe Eins betreut mich JUHI in den häuslichen arbeiten. Toll wenn junge Menschen Älteren und kranken Menschen helfen. Es ist nicht nur Hilfe sondern auch Mut und Kraft. Wird von Kassen anerkannt und abgerechnet. Professionell und schnell bekam ich Hilfe. Vielen Dank und alles Gute
Leonore Otto
Die JUHI GmbH ist ein modernes, innovatives Unternehmen mit einem professionellen und freundlichen Gründerteam. Die Helfer erledigen ihren Job ebenso mit viel Herz. Ein tolles Unternehmen, mit einem wichtigen Auftrag. Klare Weiterempfehlung!
Marc Heine
JUHI hilft uns dabei, unser Leben zu Hause zu verbessern. Einkaufen (schwere Dinge wie Flaschen, Dosen u.ä) funktionieren viel leichter. Staubsaugen, auf den Schränken wischen - da brauchen wir Hilfe. Und JUHI hat uns ein fleißigen Helfer geschickt.
Marina Wichner
Sehr nette Helferinnen, man kann diese Dienstleistung nur weiterempfehlen. Den medizinischen Pflegekräften fehlt es häufig an der Zeit mehr als nur die rein medizinischen Dienstleistungen zu erbringen. Da kommt dieses Angebot genau richtig.
Erika Klaus aus Berlin

Häufige Fragen

FAQs zu Pflegegrad bei Depression

Das hängt allein davon ab, wie stark der Alltag eingeschränkt ist, nicht von der Diagnose. Eine mittelgradige depressive Episode mit deutlichen Alltagseinschränkungen liegt in der Praxis meist bei Pflegegrad 1 bis 2, eine schwere, länger bestehende Depression mit Rückzug und fremdgesteuerter Tagesstruktur bei Pflegegrad 2 bis 3. Pflegegrad 4 oder 5 kommt fast nur vor, wenn körperliche Erkrankungen hinzukommen.

Meistens aus einem rechnerischen Grund. Psychische Problemlagen werden in Modul 3 erfasst, und Modul 3 ist gemeinsam mit Modul 2 auf 15 von 100 Punkten gedeckelt – das Maximum ist dort schon ab 7 Rohpunkten erreicht. Für Pflegegrad 2 braucht es aber 27 Punkte. Die fehlenden Punkte müssen aus Modul 4 (Selbstversorgung) und Modul 6 (Alltagsleben) kommen. Genau diese beiden Module werden im Termin am häufigsten zu gut dargestellt.

Eine zweite Diagnose verdoppelt die Punkte nicht: Ängste und Antriebslosigkeit stehen beide in Modul 3, und der Deckel bei 7 Rohpunkten gilt trotzdem. Punktewirksam sind aber die Folgen einer Angststörung in anderen Modulen – wer die Wohnung nicht verlassen kann, verliert Punkte bei Arztterminen und Einkäufen, wer nicht allein bleiben kann, braucht Anwesenheit, und nächtliche Panikattacken erzeugen nächtlichen Hilfebedarf.

Ja, und das ist der entscheidende Punkt. Der Medizinische Dienst bewertet nicht, ob jemand eine Tätigkeit körperlich ausführen könnte, sondern ob er sie ohne personelle Hilfe tatsächlich ausführt. Wer sich nur duscht, anzieht oder isst, nachdem ihn jemand dazu aufgefordert hat, gilt als überwiegend selbstständig und nicht als selbstständig. Jede dieser Aufforderungen ist ein Punkt in Modul 4.

Notieren Sie nicht Ihre Stimmung, sondern wie oft jemand anders eingreifen musste. Modul 3 wird nach Häufigkeit bewertet: selten ergibt 1 Punkt, zwei- bis mehrmals wöchentlich 3 Punkte, täglich 5 Punkte. Führen Sie das Protokoll über vier Wochen statt über wenige Tage, damit die schlechten Tage sichtbar werden, und zählen Sie konkrete Eingriffe: dreimal zum Aufstehen aufgefordert, Essen hingestellt, nachts wegen Panik aufgestanden.

Ja. Pflegegrad 1 bringt zwar kein Pflegegeld und keine Sachleistungen, aber den Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat – bei JUHI sind das vier volle Stunden. Ab Pflegegrad 2 kommen Verhinderungs- und Kurzzeitpflege dazu, und die Hilfe ist dann vollständig für Sie kostenfrei. Besteht noch kein Pflegegrad, zahlt unter Umständen die Krankenkasse nach § 38 SGB V.

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