8 Stunden Pflege zu Hause Kosten: Was wirklich auf Familien zukommt

Wenn ein Angehöriger so viel Hilfe braucht, dass 8 Stunden Betreuung am Tag nötig sind, stellt sich sofort die Frage: Was kostet das? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, wer die Pflege übernimmt. Die Spanne reicht von nahezu 0 € Eigenanteil (wenn Angehörige pflegen und alle Kassenleistungen nutzen) bis zu über 5.000 € monatlich (wenn ein ambulanter Pflegedienst 8 Stunden täglich kommt).
In diesem Artikel zeigen wir die realistischen Kosten aller Pflegemodelle, was die Pflegekasse übernimmt, ein konkretes Rechenbeispiel – und wie Sie mit cleverem Einsatz aller Leistungen den Eigenanteil deutlich senken können.
Das Wichtigste in Kürze
- ✓ Ambulanter Pflegedienst 8 Std./Tag: 4.000–8.000 € / Monat – nach Kassenleistung Eigenanteil 2.000–5.000 €
- ✓ Sog. 24-Stunden-Pflege: 2.500–3.500 € / Monat – Eigenanteil ab 1.300 €
- ✓ Angehörige + Pflegedienst + JUHI: Oft der günstigste Weg – Eigenanteil 0–500 €
- ✓ Pflegeheim zum Vergleich: Ø 3.245 € Eigenanteil / Monat (Bundesdurchschnitt 2026)
- ✓ Der Schlüssel: Alle Kassenleistungen kombinieren – Pflegegeld, Sachleistungen, EB, VHP, Tagespflege
Was 8 Stunden Pflege zu Hause wirklich kosten
8 Stunden Betreuung am Tag – das betrifft in der Regel Menschen mit Pflegegrad 3 bis 5: Hilfe bei der Körperpflege, Medikamenteneinnahme, Mahlzeiten, Mobilität, Beaufsichtigung und Haushalt. Die Kosten hängen entscheidend davon ab, wer diese 8 Stunden ausfüllt:
| Modell | Gesamtkosten / Monat | Was die Kasse zahlt | Eigenanteil (Orientierung) |
|---|---|---|---|
| Ambulanter Pflegedienst (8 Std./Tag) | 4.000–8.000 € | Sachleistungen bis 2.299 € | 2.000–5.000 € |
| Sog. 24-Stunden-Pflege (Live-in) | 2.500–3.500 € | Pflegegeld + VHP anteilig | 1.300–1.700 € |
| Angehörige ganztags + Pflegedienst morgens | 800–1.500 € (Pflegedienst) | Kombileistung + EB + VHP | 0–500 € |
| Tagespflege (8 Std.) + Angehörige abends | 1.800–2.500 € (Tagespflege) | Tages-SL + Pflegegeld 50 % | 300–800 € |
⚠️ 8 Stunden Pflegedienst = sehr teuer
Ein ambulanter Pflegedienst für 8 Stunden täglich kostet je nach Bundesland 4.000–8.000 € monatlich. Selbst mit den höchsten Sachleistungen (PG 5: 2.299 €) bleibt ein Eigenanteil von mehreren tausend Euro. Deshalb setzen die meisten Familien auf eine Kombination – und nicht auf den Pflegedienst allein.
Die 4 Modelle im Kostenvergleich
Modell 1: Ambulanter Pflegedienst (8 Std./Tag)
Der Pflegedienst übernimmt alles: Grundpflege, Medikamente, Beaufsichtigung, Mahlzeiten. Vorteil: Professionelle Pflege. Nachteil: Mit Abstand das teuerste Modell. Bei PG 4 reichen die Sachleistungen (1.859 €) für etwa 2–3 Stunden Pflegedienst pro Tag – nicht für 8.
Modell 2: Sogenannte 24-Stunden-Pflege
Eine Betreuungskraft wohnt im Haushalt und ist tagsüber (nicht 24h) verfügbar. Kosten: 2.500–3.500 € monatlich. Nach Abzug von Pflegegeld und anteiliger Verhinderungspflege bleibt ein Eigenanteil von etwa 1.300–1.700 €. Wichtig: Keine medizinische Pflege, keine Nachtbereitschaft, legale Vertragsgestaltung beachten.
Modell 3: Angehörige + Pflegedienst + Haushaltshilfe (Kombination)
Das häufigste und oft günstigste Modell: Angehörige übernehmen den Großteil der Betreuung, der Pflegedienst kommt morgens für die Grundpflege (1–2 Stunden), und eine Haushaltshilfe wie JUHI entlastet im Alltag. Eigenanteil: oft unter 500 € oder sogar 0 €.
Modell 4: Tagespflege + Angehörige
Die pflegebedürftige Person verbringt den Tag (6–8 Stunden) in einer Tagespflegeeinrichtung und ist abends und nachts zu Hause. Vorteil: Pflegende Angehörige werden tagsüber komplett entlastet. Die Tagespflege wird über eigene Sachleistungen finanziert – zusätzlich zum Pflegegeld, das ungekürzt bleibt.
Pflegegrad vorhanden?
Dann stehen Ihnen bis zu 13 Std. monatliche Hilfe zu!
Hier geht es zum RechnerWas die Pflegekasse übernimmt – alle Budgets 2026
| Leistung | PG 3 | PG 4 | PG 5 |
|---|---|---|---|
| Pflegegeld | 599 € | 800 € | 990 € |
| Pflegesachleistungen | 1.497 € | 1.859 € | 2.299 € |
| Entlastungsbetrag | 131 € | 131 € | 131 € |
| VHP + KZP | 3.539 € / Jahr (gemeinsam) | ||
| Tagespflege-SL | 1.497 € | 1.859 € | 2.299 € |
| Pflegehilfsmittel | 42 € | 42 € | 42 € |
Entscheidend: Viele dieser Leistungen laufen parallel und unabhängig voneinander. Pflegegeld + Tagespflege-Sachleistung + Entlastungsbetrag können gleichzeitig genutzt werden, ohne dass eines das andere kürzt.
Rechenbeispiel: Pflegegrad 4, 8 Stunden Betreuung täglich
Frau Becker (76, Pflegegrad 4) lebt bei ihrer Tochter. Sie braucht tagsüber durchgehende Betreuung – Grundpflege, Medikamente, Beaufsichtigung, Mahlzeiten.
Lösung: Kombination aus 4 Bausteinen
- Pflegedienst morgens (1,5 Std.): Grundpflege, Kompressionsstrümpfe, Medikamente → Kosten ca. 900 €, davon Kasse ca. 900 € (Sachleistungen) → Eigenanteil: 0 €
- Tochter tagsüber (6 Std.): Betreuung, Mahlzeiten, Gesellschaft → Pflegegeld anteilig: ca. 420 €
- JUHI (2× Woche, Haushalt): Fenster, Saugen, Einkauf → 131 € EB + VHP anteilig → Eigenanteil: 0 €
- Pflegehilfsmittel: 42 € / Monat → Eigenanteil: 0 €
- Gesamter Eigenanteil: 0 € – bei 8 Stunden Betreuung täglich
💡 Das funktioniert, weil die Tochter pflegt
In Frau Beckers Beispiel übernimmt die Tochter den Großteil der 8 Stunden. Der Pflegedienst kommt nur für die professionelle Grundpflege morgens, JUHI entlastet im Haushalt. Weil die Sachleistungen für den Pflegedienst reichen und der Entlastungsbetrag die Haushaltshilfe deckt, bleibt der Eigenanteil bei null. Ohne pflegende Angehörige sieht die Rechnung anders aus.
Häusliche Pflege vs. Pflegeheim: Was ist günstiger?
| Modell | Eigenanteil (PG 4, Orientierung) |
|---|---|
| Angehörige + Pflegedienst + JUHI | 0–500 € |
| Tagespflege + Angehörige | 300–800 € |
| Sog. 24-Stunden-Pflege | 1.300–1.700 € |
| Ambulanter Pflegedienst (8 Std.) | 2.000–5.000 € |
| Pflegeheim | 3.245 € (Ø Bundesdurchschnitt 2026) |
Die häusliche Pflege mit Angehörigen und professioneller Unterstützung ist in den meisten Fällen deutlich günstiger als ein Pflegeheim – und die pflegebedürftige Person bleibt in ihrer vertrauten Umgebung. Nur wenn kein Angehöriger die Hauptpflege übernehmen kann und 8 Stunden Pflegedienst nötig sind, wird die häusliche Pflege teurer als das Heim.
Falls die Kosten trotz aller Kassenleistungen nicht tragbar sind: Die Hilfe zur Pflege vom Sozialamt springt ein. Schonvermögen: 10.000 € (allein), Eigenheim geschützt, Kinder erst ab 100.000 € Bruttojahreseinkommen herangezogen.
So senkt JUHI Ihre Kosten bei häuslicher Pflege
JUHI übernimmt keine Grundpflege – das ist Aufgabe des Pflegedienstes oder der Angehörigen. Was JUHI übernimmt, ist der Haushalt drumherum: Fenster putzen, Saugen, Einkaufen, Gardinen aufhängen, Begleitung und Gesellschaft. Genau die Aufgaben, die sonst auf den pflegenden Angehörigen lasten – und die Stunden kosten, die eigentlich für die Pflege fehlen.
Seit über 8 Jahren sind wir von allen Pflegekassen anerkannt – bundesweit in über 30 Städten, darunter Frankfurt, München, Dresden und Neumünster. Das sind bei JUHI bis zu 13 volle Stunden Hilfe pro Monat. Unser Stundensatz beträgt 32,75 €* inkl. sämtlicher Kosten. Bei gesetzlicher Versicherung entstehen keine Eigenkosten.
Unser Fazit: 8 Stunden Pflege müssen nicht 5.000 € kosten
8 Stunden Pflege zu Hause klingt teuer – und das kann es sein, wenn alles über den ambulanten Pflegedienst läuft. Aber die meisten Familien finden einen Weg aus der Kombination: Angehörige pflegen den Großteil, der Pflegedienst kommt für die professionelle Grundpflege, und JUHI übernimmt den Haushalt. So kann der Eigenanteil auf null sinken – bei 8 Stunden Betreuung am Tag.
Eine kurze Anfrage genügt, und wir klären telefonisch, welche Stunden Ihnen über die Pflegekasse zustehen. Ihren genauen Stundenanspruch können Sie vorab im JUHI-Rechner berechnen.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet 8 Stunden Pflege zu Hause?+
Je nach Modell: 0 € (Angehörige + Pflegedienst morgens + JUHI), 1.300–1.700 € (24-Stunden-Pflege) oder 2.000–5.000 € (8 Std. Pflegedienst). Am günstigsten ist die Kombination aus Angehörigen und professioneller Unterstützung.
Reichen die Sachleistungen für 8 Stunden Pflegedienst?+
Nein, bei Weitem nicht. Selbst bei PG 5 (2.299 € Sachleistungen) reicht das Budget für ca. 2–3 Stunden Pflegedienst pro Tag. Für 8 Stunden müssten Sie den Rest selbst zahlen – das können 3.000–5.000 € monatlich sein.
Ist häusliche Pflege günstiger als ein Pflegeheim?+
In der Regel ja – wenn Angehörige den Großteil der Pflege übernehmen. Das Pflegeheim kostet durchschnittlich 3.245 € Eigenanteil monatlich. Die Kombination aus Angehörigen + Pflegedienst + JUHI kann bei 0–500 € Eigenanteil liegen.
Kann JUHI die 8 Stunden Pflege übernehmen?+
Nein. JUHI übernimmt Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung – nicht die Grundpflege (Waschen, Anziehen, Medikamente). Aber: JUHI entlastet den Haushalt, sodass Angehörige und Pflegedienst sich auf die eigentliche Pflege konzentrieren können. Das senkt die Gesamtkosten erheblich.
Was passiert, wenn wir die Pflege nicht mehr finanzieren können?+
Dann greift die Hilfe zur Pflege vom Sozialamt (SGB XII). Das Schonvermögen liegt bei 10.000 € (allein) bzw. 20.000 € (Paar), das Eigenheim ist geschützt, und Kinder werden erst ab 100.000 € Bruttojahreseinkommen herangezogen.
Welchen Pflegegrad brauche ich für 8 Stunden Pflege?+
Wer 8 Stunden tägliche Betreuung braucht, hat in der Regel mindestens Pflegegrad 3, häufiger PG 4 oder PG 5. Die Höhe der Kassenleistungen steigt mit dem Pflegegrad – deshalb lohnt es sich, bei Verschlechterung einen Höherstufungsantrag zu stellen.
Quellen
- § 36 SGB XI – Pflegesachleistung
- § 37 SGB XI – Pflegegeld
- § 38 SGB XI – Kombinationsleistung
- § 41 SGB XI – Tagespflege und Nachtpflege
- Bundesministerium für Gesundheit – Leistungen der Pflegeversicherung
- GKV-Spitzenverband – Pflegeleistungen
- pflege.de – Pflegeheimkosten: Eigenanteil und Finanzierung
- Bekanntmachung der ab 1.1.2025 geltenden Leistungsbeträge
*In bestimmten Bundesländern ist der Preis etwas niedriger.
Wenn ein Angehöriger so viel Hilfe braucht, dass 8 Stunden Betreuung am Tag nötig sind, stellt sich sofort die Frage: Was kostet das? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, wer die Pflege übernimmt. Die Spanne reicht von nahezu 0 € Eigenanteil (wenn Angehörige pflegen und alle Kassenleistungen nutzen) bis zu über 5.000 € monatlich (wenn ein ambulanter Pflegedienst 8 Stunden täglich kommt).
In diesem Artikel zeigen wir die realistischen Kosten aller Pflegemodelle, was die Pflegekasse übernimmt, ein konkretes Rechenbeispiel – und wie Sie mit cleverem Einsatz aller Leistungen den Eigenanteil deutlich senken können.
Das Wichtigste in Kürze
- ✓ Ambulanter Pflegedienst 8 Std./Tag: 4.000–8.000 € / Monat – nach Kassenleistung Eigenanteil 2.000–5.000 €
- ✓ Sog. 24-Stunden-Pflege: 2.500–3.500 € / Monat – Eigenanteil ab 1.300 €
- ✓ Angehörige + Pflegedienst + JUHI: Oft der günstigste Weg – Eigenanteil 0–500 €
- ✓ Pflegeheim zum Vergleich: Ø 3.245 € Eigenanteil / Monat (Bundesdurchschnitt 2026)
- ✓ Der Schlüssel: Alle Kassenleistungen kombinieren – Pflegegeld, Sachleistungen, EB, VHP, Tagespflege
Was 8 Stunden Pflege zu Hause wirklich kosten
8 Stunden Betreuung am Tag – das betrifft in der Regel Menschen mit Pflegegrad 3 bis 5: Hilfe bei der Körperpflege, Medikamenteneinnahme, Mahlzeiten, Mobilität, Beaufsichtigung und Haushalt. Die Kosten hängen entscheidend davon ab, wer diese 8 Stunden ausfüllt:
| Modell | Gesamtkosten / Monat | Was die Kasse zahlt | Eigenanteil (Orientierung) |
|---|---|---|---|
| Ambulanter Pflegedienst (8 Std./Tag) | 4.000–8.000 € | Sachleistungen bis 2.299 € | 2.000–5.000 € |
| Sog. 24-Stunden-Pflege (Live-in) | 2.500–3.500 € | Pflegegeld + VHP anteilig | 1.300–1.700 € |
| Angehörige ganztags + Pflegedienst morgens | 800–1.500 € (Pflegedienst) | Kombileistung + EB + VHP | 0–500 € |
| Tagespflege (8 Std.) + Angehörige abends | 1.800–2.500 € (Tagespflege) | Tages-SL + Pflegegeld 50 % | 300–800 € |
⚠️ 8 Stunden Pflegedienst = sehr teuer
Ein ambulanter Pflegedienst für 8 Stunden täglich kostet je nach Bundesland 4.000–8.000 € monatlich. Selbst mit den höchsten Sachleistungen (PG 5: 2.299 €) bleibt ein Eigenanteil von mehreren tausend Euro. Deshalb setzen die meisten Familien auf eine Kombination – und nicht auf den Pflegedienst allein.
Die 4 Modelle im Kostenvergleich
Modell 1: Ambulanter Pflegedienst (8 Std./Tag)
Der Pflegedienst übernimmt alles: Grundpflege, Medikamente, Beaufsichtigung, Mahlzeiten. Vorteil: Professionelle Pflege. Nachteil: Mit Abstand das teuerste Modell. Bei PG 4 reichen die Sachleistungen (1.859 €) für etwa 2–3 Stunden Pflegedienst pro Tag – nicht für 8.
Modell 2: Sogenannte 24-Stunden-Pflege
Eine Betreuungskraft wohnt im Haushalt und ist tagsüber (nicht 24h) verfügbar. Kosten: 2.500–3.500 € monatlich. Nach Abzug von Pflegegeld und anteiliger Verhinderungspflege bleibt ein Eigenanteil von etwa 1.300–1.700 €. Wichtig: Keine medizinische Pflege, keine Nachtbereitschaft, legale Vertragsgestaltung beachten.
Modell 3: Angehörige + Pflegedienst + Haushaltshilfe (Kombination)
Das häufigste und oft günstigste Modell: Angehörige übernehmen den Großteil der Betreuung, der Pflegedienst kommt morgens für die Grundpflege (1–2 Stunden), und eine Haushaltshilfe wie JUHI entlastet im Alltag. Eigenanteil: oft unter 500 € oder sogar 0 €.
Modell 4: Tagespflege + Angehörige
Die pflegebedürftige Person verbringt den Tag (6–8 Stunden) in einer Tagespflegeeinrichtung und ist abends und nachts zu Hause. Vorteil: Pflegende Angehörige werden tagsüber komplett entlastet. Die Tagespflege wird über eigene Sachleistungen finanziert – zusätzlich zum Pflegegeld, das ungekürzt bleibt.
Pflegegrad vorhanden?
Dann stehen Ihnen bis zu 13 Std. monatliche Hilfe zu!
Hier geht es zum RechnerWas die Pflegekasse übernimmt – alle Budgets 2026
| Leistung | PG 3 | PG 4 | PG 5 |
|---|---|---|---|
| Pflegegeld | 599 € | 800 € | 990 € |
| Pflegesachleistungen | 1.497 € | 1.859 € | 2.299 € |
| Entlastungsbetrag | 131 € | 131 € | 131 € |
| VHP + KZP | 3.539 € / Jahr (gemeinsam) | ||
| Tagespflege-SL | 1.497 € | 1.859 € | 2.299 € |
| Pflegehilfsmittel | 42 € | 42 € | 42 € |
Entscheidend: Viele dieser Leistungen laufen parallel und unabhängig voneinander. Pflegegeld + Tagespflege-Sachleistung + Entlastungsbetrag können gleichzeitig genutzt werden, ohne dass eines das andere kürzt.
Rechenbeispiel: Pflegegrad 4, 8 Stunden Betreuung täglich
Frau Becker (76, Pflegegrad 4) lebt bei ihrer Tochter. Sie braucht tagsüber durchgehende Betreuung – Grundpflege, Medikamente, Beaufsichtigung, Mahlzeiten.
Lösung: Kombination aus 4 Bausteinen
- Pflegedienst morgens (1,5 Std.): Grundpflege, Kompressionsstrümpfe, Medikamente → Kosten ca. 900 €, davon Kasse ca. 900 € (Sachleistungen) → Eigenanteil: 0 €
- Tochter tagsüber (6 Std.): Betreuung, Mahlzeiten, Gesellschaft → Pflegegeld anteilig: ca. 420 €
- JUHI (2× Woche, Haushalt): Fenster, Saugen, Einkauf → 131 € EB + VHP anteilig → Eigenanteil: 0 €
- Pflegehilfsmittel: 42 € / Monat → Eigenanteil: 0 €
- Gesamter Eigenanteil: 0 € – bei 8 Stunden Betreuung täglich
💡 Das funktioniert, weil die Tochter pflegt
In Frau Beckers Beispiel übernimmt die Tochter den Großteil der 8 Stunden. Der Pflegedienst kommt nur für die professionelle Grundpflege morgens, JUHI entlastet im Haushalt. Weil die Sachleistungen für den Pflegedienst reichen und der Entlastungsbetrag die Haushaltshilfe deckt, bleibt der Eigenanteil bei null. Ohne pflegende Angehörige sieht die Rechnung anders aus.
Häusliche Pflege vs. Pflegeheim: Was ist günstiger?
| Modell | Eigenanteil (PG 4, Orientierung) |
|---|---|
| Angehörige + Pflegedienst + JUHI | 0–500 € |
| Tagespflege + Angehörige | 300–800 € |
| Sog. 24-Stunden-Pflege | 1.300–1.700 € |
| Ambulanter Pflegedienst (8 Std.) | 2.000–5.000 € |
| Pflegeheim | 3.245 € (Ø Bundesdurchschnitt 2026) |
Die häusliche Pflege mit Angehörigen und professioneller Unterstützung ist in den meisten Fällen deutlich günstiger als ein Pflegeheim – und die pflegebedürftige Person bleibt in ihrer vertrauten Umgebung. Nur wenn kein Angehöriger die Hauptpflege übernehmen kann und 8 Stunden Pflegedienst nötig sind, wird die häusliche Pflege teurer als das Heim.
Falls die Kosten trotz aller Kassenleistungen nicht tragbar sind: Die Hilfe zur Pflege vom Sozialamt springt ein. Schonvermögen: 10.000 € (allein), Eigenheim geschützt, Kinder erst ab 100.000 € Bruttojahreseinkommen herangezogen.
So senkt JUHI Ihre Kosten bei häuslicher Pflege
JUHI übernimmt keine Grundpflege – das ist Aufgabe des Pflegedienstes oder der Angehörigen. Was JUHI übernimmt, ist der Haushalt drumherum: Fenster putzen, Saugen, Einkaufen, Gardinen aufhängen, Begleitung und Gesellschaft. Genau die Aufgaben, die sonst auf den pflegenden Angehörigen lasten – und die Stunden kosten, die eigentlich für die Pflege fehlen.
Seit über 8 Jahren sind wir von allen Pflegekassen anerkannt – bundesweit in über 30 Städten, darunter Frankfurt, München, Dresden und Neumünster. Das sind bei JUHI bis zu 13 volle Stunden Hilfe pro Monat. Unser Stundensatz beträgt 32,75 €* inkl. sämtlicher Kosten. Bei gesetzlicher Versicherung entstehen keine Eigenkosten.
Unser Fazit: 8 Stunden Pflege müssen nicht 5.000 € kosten
8 Stunden Pflege zu Hause klingt teuer – und das kann es sein, wenn alles über den ambulanten Pflegedienst läuft. Aber die meisten Familien finden einen Weg aus der Kombination: Angehörige pflegen den Großteil, der Pflegedienst kommt für die professionelle Grundpflege, und JUHI übernimmt den Haushalt. So kann der Eigenanteil auf null sinken – bei 8 Stunden Betreuung am Tag.
Eine kurze Anfrage genügt, und wir klären telefonisch, welche Stunden Ihnen über die Pflegekasse zustehen. Ihren genauen Stundenanspruch können Sie vorab im JUHI-Rechner berechnen.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet 8 Stunden Pflege zu Hause?+
Je nach Modell: 0 € (Angehörige + Pflegedienst morgens + JUHI), 1.300–1.700 € (24-Stunden-Pflege) oder 2.000–5.000 € (8 Std. Pflegedienst). Am günstigsten ist die Kombination aus Angehörigen und professioneller Unterstützung.
Reichen die Sachleistungen für 8 Stunden Pflegedienst?+
Nein, bei Weitem nicht. Selbst bei PG 5 (2.299 € Sachleistungen) reicht das Budget für ca. 2–3 Stunden Pflegedienst pro Tag. Für 8 Stunden müssten Sie den Rest selbst zahlen – das können 3.000–5.000 € monatlich sein.
Ist häusliche Pflege günstiger als ein Pflegeheim?+
In der Regel ja – wenn Angehörige den Großteil der Pflege übernehmen. Das Pflegeheim kostet durchschnittlich 3.245 € Eigenanteil monatlich. Die Kombination aus Angehörigen + Pflegedienst + JUHI kann bei 0–500 € Eigenanteil liegen.
Kann JUHI die 8 Stunden Pflege übernehmen?+
Nein. JUHI übernimmt Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung – nicht die Grundpflege (Waschen, Anziehen, Medikamente). Aber: JUHI entlastet den Haushalt, sodass Angehörige und Pflegedienst sich auf die eigentliche Pflege konzentrieren können. Das senkt die Gesamtkosten erheblich.
Was passiert, wenn wir die Pflege nicht mehr finanzieren können?+
Dann greift die Hilfe zur Pflege vom Sozialamt (SGB XII). Das Schonvermögen liegt bei 10.000 € (allein) bzw. 20.000 € (Paar), das Eigenheim ist geschützt, und Kinder werden erst ab 100.000 € Bruttojahreseinkommen herangezogen.
Welchen Pflegegrad brauche ich für 8 Stunden Pflege?+
Wer 8 Stunden tägliche Betreuung braucht, hat in der Regel mindestens Pflegegrad 3, häufiger PG 4 oder PG 5. Die Höhe der Kassenleistungen steigt mit dem Pflegegrad – deshalb lohnt es sich, bei Verschlechterung einen Höherstufungsantrag zu stellen.
Quellen
- § 36 SGB XI – Pflegesachleistung
- § 37 SGB XI – Pflegegeld
- § 38 SGB XI – Kombinationsleistung
- § 41 SGB XI – Tagespflege und Nachtpflege
- Bundesministerium für Gesundheit – Leistungen der Pflegeversicherung
- GKV-Spitzenverband – Pflegeleistungen
- pflege.de – Pflegeheimkosten: Eigenanteil und Finanzierung
- Bekanntmachung der ab 1.1.2025 geltenden Leistungsbeträge
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